3 Städte-Geheimtipps, die Sie besuchen sollten


Sie waren schon in Barcelona. Auch Amsterdam und Rom haben Sie gesehen. Wohin also beim nächsten Städtetrip? Wir liefern Inspiration, stellen Ihnen Städte vor, die Sie vielleicht nicht auf dem Schirm haben – echte Städte-Geheimtipps, mit denen Sie sich unter Einheimische mischen und Authentizität genießen. Begleiten Sie uns nach Rotterdam, das Sie mit seiner Mischung aus Architektur und Kultur begeistert. Besuchen Sie mit Valletta Europas Kulturhauptstadt 2018, die kleinste Hauptstadt der EU. Oder reisen Sie nach Bilbao, wo das Guggenheim und eine gemütliche Altstadt mit wunderschönen bunten Fassaden warten.


Einzigartige Architektur direkt am Wasser in Rotterdam

Darum besuchen Sie Rotterdam

Weil sich Rotterdam komplett vom nur 75 Kilometer entfernten Amsterdam unterscheidet. Nachdem die Innenstadt bei den Luftangriffen von 1940 beinahe komplett zerstört wurde, entstand eine Stadt, die sich anstatt der Grachten-Romantik der modernen Architektur verschrieb, heute eine beeindruckende Wolkenkratzer-Silhouette besitzt – und damit sowohl die zweitgrößte als auch die wahrscheinlich modernste Stadt der Niederlande ist. Ganz bestimmt ist Rotterdam der perfekte Ort für Kunst und Kultur, für Besucher, die gern hinter die unscheinbaren 1950er- oder 60er-Fassaden blicken.

Skyline von Rotterdam
Blick auf die moderne Skyline von Rotterdam.

Nicht selten entdecken Sie dort Streetart, ein stilsicheres Kaffee, das selbstgemachte Brot-Spezialitäten anbietet oder eine gemütliche Bar. Zwischendurch spazieren Sie dann doch durch eine dieser schmalen Gassen, die Sie aus Amsterdam kennen – und natürlich die Maas entlang: den Fluss, der Rotterdams Puls steuert, über den die Stadt Zugang zur Nordsee hat, wegen dem Sie Europas größten Seehafen besitzt. Hinzu kommen die unzähligen Kanäle, von denen einige so sauber sind, dass Sie sogar ein kurzes Bad wagen können.

Fahrräder und Wasser – zwei essentielle Teile von Rotterdams Stadtbild.
Fahrräder und Wasser – zwei essentielle Teile von Rotterdams Stadtbild.

Hier erleben Sie Rotterdam

Die Erasmusbrücke, Rotterdams imposante Schrägseilbrücke, führt Sie geradewegs über die Maas in den südlichen Teil der Stadt, wo seit einiger Zeit ein Sinnbild für das neue Rotterdam entsteht. Aufwändig gestaltete Wolkenkratzer wachsen in den Himmel. Alte Fabrikgebäude oder Lagerhäuser finden einen neuen Nutzen. Auch diese eine Lagerhalle auf der Halbinsel Katendrecht, direkt am Kanal.

Blick auf die Erasmusbrücke
Blick auf die Erasmusbrücke.
Blick auf das Hotel New York
Das geschichtsträchtige Hotel New York, eingebettet in die moderne Architektur Rotterdams.

Fenix Food Factory nennt sie sich heute und bietet Ihnen unterschiedliche Spezialitäten, frisch gebackenes Brot und natürlich Käse. Dazu gibt es eine Craft-Beer-Bar, in der Sie einen kleinen Schluck probieren können, anstatt Ihr Getränk auf gut Glück zu kaufen. Eingerichtet ist die Fenix Food Factory zurückhaltend mit einigen Sofas, Sesseln, Stühlen und Tischen, die nicht zwingend zusammenpassen, damit aber irgendwie Rotterdam selbst imitieren. Bei schönem Wetter gehen Sie nach draußen, wo Sie über Wasser auf die drei bauklotzartigen Türme des De Rotterdam, des größten Gebäudes der Niederlande, blicken. Zudem auf das Hotel New York, von wo aus Emigranten einst in Richtung USA aufbrachen.


Das müssen Sie in Rotterdam gesehen haben

Dass Sie sich Europas größten Seehafen vom Wasser aus genauer ansehen, versteht sich von selbst. Direkt am Fuße der Erasmusbrücke besteigen Sie daher ein Schiff für eine Hafenrundfahrt. Hunger? Dann geht es in Richtung eines der interessantesten Gebäude Rotterdams. 2014 eröffnet, erinnert der Blaak Market ein wenig an ein umgedrehtes U und beherbergt als solches sowohl Wohnungen als auch eine Markthalle. Letztere bietet Ihnen eine gefühlt endlose Auswahl an Speisen und Leckereien. Ganz in der Nähe befinden sich zudem die berühmten Kubushäuser, die jeweils auf einer ihrer Spitzen stehen. Eines können Sie sogar besichtigen.

Blick auf den Blaak Market
Blick auf die außergewohnliche Architektur des Blaak Market.

Ebenfalls Pflicht ist ein Besuch des Oude Haven, des alten Hafens. Hier erinnert die Stadt tatsächlich ein wenig an die berühmten Grachten der Niederlande. Neben alten Schiffen finden Sie mit dem Het Witte Huis zudem Europas ersten Wolkenkratzer. Ein besonderes Essen bekommen Sie im Restaurant der Vessel11, des nicht zu übersehenden roten Schiffs. Interessant ist übrigens auch Rotterdams Umgebung, vor allem natürlich Scheveningen, ein Seebad direkt vor Den Haag. Dort können Sie Ihre Städtereise nach Rotterdam mit einem Tag am Strand verbinden.

Blick auf den Oude Haven
Blick auf den Oude Haven in Rotterdam.

Valletta – Kulturhauptstadt und überdimensionales Freilichtmuseum

Darum besuchen Sie Valletta

Kurz: Weil Valletta nicht umsonst Europas Kulturhauptstadt 2018 ist. Weil Maltas Hauptstadt wunderschön auf einem Felsen zwischen zwei Häfen liegt. Weil sie als Ganzes zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt und angesichts Ihrer unzähligen Kathedralen, Paläste und Festungen an ein überdimensionales Museum erinnert, das noch dazu von einer imposanten Stadtmauer eingerahmt ist. Weil Valletta wie eine Großstadt geplant wurde, schlussendlich aber die kleinste Hauptstadt der EU ist.

Hinzu kommt das angenehme Klima. Selbst im Januar sinken die Temperaturen im Schnitt nicht unter 10 Grad, dafür steigen Sie noch im November bis auf 20 Grad. Zwischen Mai und Oktober dient Ihnen Valletta daher nicht nur als Tor zur Geschichte, sondern ganz nebenbei als Basis für Badeausflüge an die wunderschönen Strände Maltas.

Maltas Hauptstadt Valletta
Traumhafter Blick auf Maltas Hauptstadt Valletta.

Hier erleben Sie Valletta

Vallettas Altstadt verlassen Sie definitiv glücklicher als Sie sie betreten haben. Sie nimmt Sie mit auf eine kleine Zeitreise. Links und rechts ragen in nur wenigen Metern Entfernung beige Barockfassaden in die Höhe. Grüne Erker, rote Türen und bunte Vordächer pinseln ein wenig Farbe ins Blickfeld. Immer wieder führen Sie die engen Gassen zu kleinen Brunnen, immer wieder geht es rauf, danach wieder runter. Überall gibt es etwas zu entdecken, das ursprüngliche Valletta zu erkunden, dazu all die Sehenswürdigkeiten von Maltas Hauptstadt zu besichtigen.

Denn Valletta ist klein, sehr klein. Nur rund 6.000 Menschen leben hier. Die Sehenswürdigkeiten liegen daher nicht allzu weit auseinander. Am besten verschaffen Sie sich einfach einen Überblick. Dafür geht es zu den Upper Barrakka Gardens, die sich auf der St. Peter and St. Paul Bastion befinden und Ihnen einen wunderschönen Blick über den Grand Harbour und die Stadt eröffnen. Der perfekte Ort, um kurz durchzuschnaufen und Vallettas Schönheit zu genießen.

Stadtbummel durch die Altstadt Vallettas
Stadtbummel durch die Altstadt Vallettas. (© Ted Lindholm - ThomasCook)
Die Festungsmauern von Fort St Elmo
Blick auf die Festungsmauern von Fort St Elmo. (© Zenna West TC Photography - ThomasCook)

Fresken im Großmeisterpalast
Atemberaubender Blick auf die Fresken im Großmeisterpalast. (© Zenna West TC Photography - ThomasCook)

Das sollten Sie in Valletta gesehen haben

Sie haben Glück. Den Osmanen verweigerte Valletta im 16. Jahrhundert erfolgreich den Zutritt. Sie passieren die imposanten Festungsmauern dagegen ganz entspannt durch das berühmte Stadttor am Tritonen-Brunnen. Den Fotoapparat können Sie dabei im Grunde im Anschlag behalten. Vallettas Wege sind kurz, Sehenswürdigkeiten finden Sie beinahe an jeder Ecke. Ganz in der Nähe des Stadttors erwartet Sie beispielsweise die St- John's Co-Cathedral, die ehemalige Konventskirche der Johanniterritter, die die Stadt einst gegen die Osmanen verteidigten. Gehen Sie unbedingt hinein. Dort laufen Sie unter aufwändig verzierten Rundbögen, unter einem imposanten Deckenfresko, zwischen goldenen Säulen umher.

Moderner wird es am Neuen Parlament, das erst 2015 eröffnet wurde. Beeindruckend. Jedoch nicht ganz so beeindruckend wie der Großmeisterpalast, dessen Kunstschätze Sie sich natürlich nicht entgehen lassen. Ebenso wenig das Fort St. Elmo, das ursprünglich zu Valettas Schutz errichtet wurde. 2018 bekommen Sie zudem die Gelegenheit, eine der rund 400 Veranstaltungen, die in Europas Kulturhauptstadt abgehalten werden, zu besuchen. Dazu unternehmen Sie natürlich eine Hafenrundfahrt durch den Grand Harbour.


Bilbao – ein Guggenheim und noch viel mehr

Darum besuchen Sie Bilbao

Weil Sie sich nicht vorwerfen möchten, die baskische Hauptstadt unterschätzt und deshalb nicht besucht zu haben. Denn Bilbao mag vielleicht weniger bekannt sein als Barcelona, Madrid oder Valencia. Dafür ist es mit 345.000 Einwohnern weder zu groß noch zu klein.

Zudem liegt die Stadt wunderschön an der Ria de Bilbao, die wenige Kilometer weiter nördlich bereits zielsicher in den Atlantik fließt. In Bilbao selbst laufen Sie durch schmale Gassen, bewundern kunstvolle Häuserfassaden und befinden sich mitten in einer der Kunst- und Kulturhauptstädte Spaniens, die ganz nebenbei das modernste U-Bahn-Netz des Landes besitzt.

Blick auf Bilbao mit dem berühmten Guggenheim Museum.
Blick auf Bilbao mit dem berühmten Guggenheim Museum.

Hier erleben Sie Bilbao

Zentrale Plätze spielen auf der Iberischen Halbinsel eine wahrlich zentrale Rolle. In Bilbao besuchen Sie daher unbedingt die Plaza Nueva am Fuße des alten Regierungsgebäudes der Stadt. Hier, im Schatten neoklassizistischer Gebäude, kommt alles zusammen. Hier, auf dem Platz, der Mitte des 19. Jahrhunderts fertiggestellt war und auch Plaza Barria genannt wird, trifft sich Bilbao. Und Sie sind mittendrin.

Nehmen Sie in einem der Restaurants oder Cafés Platz, blicken Sie umher, genießen Sie die einmalige Atmosphäre – und suchen Sie sonntags auf dem Markt nach dem passenden Souvenir. Besuchen Sie Bilbao im Sommer, informieren Sie sich zudem, welches Konzert auf der Plaza Nueva stattfindet. Zudem nutzen Sie den Platz als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Altstadt, die Casco Viejo, mit ihren wunderschönen Fassaden, schmalen Gassen und bunten Häusern.

Die beiden Ufer der Ria Bilbao, das Margen Izquierda auf der einen, das Margen Derecha auf der anderen Seite.
Die beiden Ufer der Ria Bilbao, das Margen Izquierda auf der einen, das Margen Derecha auf der anderen Seite.

Welpe von Jeff Koons
Der berühmte Welpe von Jeff Koons auf dem Vorplatz des Guggenheim Museums.

Das müssen Sie in Bilbao gesehen haben

Es muss nicht immer New York sein. Jedenfalls nicht, wenn Sie vom Besuch eines Guggenheim träumen. Im Big Apple finden Sie zwar das Original, in Bilbao dafür eine nicht weniger beeindruckende Außenstelle (Eintritt: Erwachsene 10 Euro | Schüler, Studenten und Rentner 6 Euro). 1997 fertiggestellt, besteht das Museum komplett aus Glas, Titan und Kalkstein. Glänzende, ovale Formen scheinen sich beinahe willkürlich aufeinander zu stützen, aneinander anzulehnen. Ein beeindruckender Anblick. So beeindruckend, dass Architekt Frank O. Gehry 2001 sogar den Outstanding Structure Award erhielt. Auf dem Vorplatz finden Sie den berühmten Welpen von Jeff Koons, innen moderne Kunst aus dem 20. Jahrhundert, die Dauerinstallation Matter of Times von Richard Serra, dazu ständig wechselnde Sonderausstellungen.

Nun ist das Guggenheim zwar Bilbaos größte Attraktion, damit jedoch längst nicht die einzige. In der Altstadt finden Sie beispielsweise den Mercado La Ribera, eine gläserne Markthalle, in der Sie baskische Spezialitäten, frischen Fisch, Gemüse, Obst oder Fleisch einkaufen oder einfach in einem der Restaurants günstig speisen können. Direkt am Ufer des Ria de Bilbao steht zudem das Teatro Arriaga, das abends wunderschön beleuchtet wird.

Eine ganz besondere Brücke erkunden Sie im Norden Bilbaos. Nahe der Mündung ins Kantabrische Meer verbindet die Puente de Vizcaya die Orte Portugalete und Gexto. Unspektakulär? Im Gegenteil. Anstatt auf dem Brückenweg überqueren Sie den Fluss nämlich auf einer Art Schwebefähre, die 1893 eingeweiht wurde und heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Schwebefähre in Bilbao
Flußüberquerung in der weltberühmten Schwebefähre in Bilbao - ein UNESCO-Weltkulturerbe.

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