Wandern in den Alpen

Wandern in den Alpen

Die schönsten Wanderwege der Alpen

Tief atmen Sie frische Luft ein, blicken dabei über grün bewachsene Täler und schneebedeckte Berggipfel. Beim Wandern wird die Freiheit plötzlich spürbar. Begleiten Sie uns auf einige der schönsten Wanderungen in den Alpen. Durchqueren Sie mit uns die wilde Breitachklamm und den mystischen Zauberwald am Ufer des glasklaren Hintersees. Umrunden Sie mit Blick auf die Zugspitze einen der schönsten Seen der Alpen und erleben Sie den Grand Canyon Südtirols.

Alpe Dornach Runde an der Breitachklamm

Wo starten?
Am Parkplatz der Breitachklamm bei Oberstdorf

Wie lang (Strecke)?
6,2 Kilometer

Wie lang (Zeit)?
2 Stunden

Wie schwer?
Leicht

Weshalb? Ganz einfach: Sie beginnen Ihre Wanderung ohne Umwege in der tiefsten Felsenschlucht Europas. Über Jahrhunderte bearbeitete die Breitach das harte Gestein, bohrte sich 150 Meter tief hinein und hinterließ dabei steile, teils überhängende Felswände. Links. Rechts. Wieder Links. Ständig wechselt der Fluss unter Ihnen die Richtung. Sie hören das Rauschen, blicken dabei auf mächtige, grün bewachsene Felsformationen. Ein Start nach Maß. Zumal der Weg durch die Breitachklamm befestigt und einfach zu meistern ist. Danach geht es durch einen Wald einen kurzen steilen Anstieg den Berg hinauf auf 1.000 Meter, zur Alpe Dornach.

Panoramazeit. Essenszeit. Sie sehen das Nebelhorn, das Söllereck, die Höfats und den Schneck. Und dazu? Gibt es in der Alpe Dornach bayerische Spezialitäten aus regionalen Produkten. Gut gestärkt, sehen Sie auf dem Weg Richtung Engenkopf ein ausgebautes Sträßchen: Ihre Route. Bald treffen Sie auf den Zwingsteg, blicken in die Tiefe. Weit unter Ihnen fließt die Breitach. Ein beeindruckender Anblick. Ein perfekter letzter Eindruck. Denn kurz darauf erreichen Sie wieder den Parkplatz.

Gemütlich Pause machen zu leckeren regionalen Spezialitäten auf der Alpe Dornach. (© Alpe Dornach GbR)

Westufer des Eibsees

Wo starten?
Parkplatz direkt am Eibsee bei Garmisch-Partenkirchen

Wie lang (Strecke)?
8,5 Kilometer

Wie lang (Zeit)?
2,5 Stunden

Wie schwer?
Leicht

Weshalb? Da der Eibsee gern zu den schönsten Seen der Alpen gezählt wird. Glasklar ist er. Mitunter schimmert er türkisfarben. Dahinter erheben sich schroffe Bergmassive, tragen teils schneebedeckte Spitzen. Sogar die Zugspitze schleicht sich während Ihrer Wanderung rund um den Eibsee immer wieder in Ihr Sichtfeld.

Ein während der letzten Eiszeit entstandener See mitten in den bayerischen Alpen. Da geht es ständig auf und ab, richtig? Falsch. Einzig gegen Ende Ihrer Runde meistern Sie eine kleine Steigung, ehe Sie wieder zurück ans Seeufer spazieren. Zuvor sind Sie vom Parkplatz Richtung Ostufer einen gut ausgebauten, gut beschilderten Weg entlang gewandert, der sich perfekt für den ersten Wanderausflug mit dem Nachwuchs eignet.

Der Eibsee gilt aufgrund seiner Lage und seines klaren Wassers als einer der schönsten Seen der bayerischen Alpen
Der Eibsee gilt aufgrund seiner Lage und seines klaren Wassers als einer der schönsten Seen der bayerischen Alpen. (© Jenny Sturm – Fotolia.com)

Naturlehrpfad Zauberwald Ramsau im Berchtesgadener Land

Wo starten?
Parkplatz Seeklause, Hintersee

Wie lang (Strecke)?
6,4 Kilometer

Wie lang (Zeit)?
2,5 Stunden

Wie schwer?
Leicht

Weshalb? Weil der Zauberwald ganz offiziell zu Bayerns schönsten Geotopen zählt. Weil vor Jahrtausenden dank eines Felsschlags der Hintersee entstand, an dessen Ufer Wanderer entspannt durch einen unberührten, natürlichen Wald spazieren. Tafeln am Wegesrand erklären, wie alles entstand, mit welcher Fauna Sie es während Ihrer Wanderung zu tun haben – die perfekte Gelegenheit, dem Nachwuchs die Natur näherzubringen. Zumal das klare, teils türkisfarbe Wasser, das immer wieder zwischen den Bäumen hindurch schimmert, in Kombination mit den ebenfalls regelmäßig auftauchenden Bergspitzen, dem besonderen Licht des Zauberwalds und der wunderschönen Fauna tatsächlich etwas Mystisches besitzt.

Überqueren Sie vom Parkplatz Seeklause deshalb zunächst die Brücke und folgen Sie dem Wanderweg direkt am Ufer des Hintersees entlang. Sie sehen die Antonikapelle, genießen die Ruhe, die wunderschöne Pflanzenwelt, bis Sie schließlich den Alpenhof erreichen. Sie könnten einkehren, drehen stattdessen jedoch um. Die wohlverdiente Stärkung folgt später. Zunächst gehen Sie dem Weg bis ans nordöstliche Ufer des Hintersees. Nun geht es tief in den Zauberwald hinein. Über eine Brücke überqueren Sie die Ramsauer Ache, biegen nach links ab und folgen ihrem Verlauf bis zum Wirtshaus im Zauberwald. Nach der Brotzeit nehmen Sie den bereits bekannten Weg, überqueren dieselbe Brücke, biegen an deren Ende links ab und stehen kurz darauf wieder an jenem Punkt, an dem Sie vor ein paar Stunden Ihre Wanderung begonnen haben.

Idyllisch gelegen: der Hintersee mit dem angrenzenden Zauberwald bei Ramsau.
Idyllisch gelegen: der Hintersee mit dem angrenzenden Zauberwald bei Ramsau. (© JFL Photography – Fotolia.com)

Von Baumgarten nach
Schönenbach im Bregenzerwald

Wo starten?
Seilbahn Bezau

Wie lang (Strecke)?
10 Kilometer

Wie lang (Zeit)?
4 Stunden

Wie schwer?
Mittelschwer

Weshalb? Der Vorteil insgesamt 2000 Kilometer beschilderter Wanderwege? Für jeden ist etwas dabei. Der Nachteil? Niemand weiß ganz genau, wo er anfangen soll. Fast niemand. Geht es nach uns, nutzen Sie das vielfältige Wegenetz des Bregenzerwalds für einen Ausflug nach Bezau. Dort haben Sie während der Seilbahnfahrt Gelegenheit, sich das Gebiet schon einmal in Ruhe anzusehen und dabei in Vorfreude zu verfallen. Denn für die nächsten Stunden bewegen Sie sich auf gut beschilderten Wegen entlang grüner Wiesen, über beeindruckende Bergrücken und blicken in wunderschöne Täler.

Nur ein wenig anstrengend wird es mitunter. Beispielsweise während des rund 20-minütigen Anstiegs durch das Leopoldtobel nach Hinteregg. Dafür serviert Ihnen das Jagdgasthaus Egender in Schönenbach zur Belohnung hervorragende Käsepätzle. Möchten Sie den Bregenzerwald lieber an der Seite eines fachkundigen Guides erkunden, finden Sie dort auch viele geführte Wandertouren. Bleiben Sie mindestens drei Tage, lohnt sich zudem die Gäste-Card, mit der Sie viele Sessellifte, Bergbahnen und Wälderbusse kostenlos benutzen.

Blick von der Seilbahn hinab auf die Ortschaft Bezau
Blick von der Seilbahn hinab auf die Ortschaft Bezau. (© saumhuhn – Fotolia.com)

Durch die
Starzlachklamm

Wo starten?
Parkplatz Starzlachklamm, bei Sonthofen

Wie lang (Strecke)?
4,1 Kilometer

Wie lang (Zeit)?
1,5 Stunden

Wie schwer?
Mittelschwer

Weshalb? Ganz nah balancieren Sie entlang hoch aufragender Felswände. Es wirkt, als begleiteten Sie den Ring gerade auf seinem Weg zum Schicksalsberg – wenngleich die Wege der Starzlachklamm im Gegensatz zu jenen aus "Der Herr der Ringe"-Trilogie perfekt gesichert und damit auch für Familien geeignet sind. Unter Ihnen bahnt sich die Starzlach ihren Weg durch die wilde Schlucht, rauscht über Felsen, stürzt einen zwölf Meter hohen Wasserfall hinunter.

Für derlei Anblicke müssen andere weite Wanderungen auf sich nehmen, Sie folgen vom offiziellen Parkplatz einfach dem Weg in Richtung Klamm, bezahlen am Eingang (Erwachsene 3,50 Euro | Kinder 2 Euro), wandern danach den Rundweg entlang, genießen diverse Aussichtspunkte und kehren schließlich zu Ihrem Auto zurück. Nur gut 1,5 Stunden dauert es.

Rasthaus am Eingang der Starzlachklamm.
Rasthaus am Eingang der Starzlachklamm. (© traveldia – Fotolia.com)

Bletterbachschlucht
in Südtirol

Wo starten?
Bletterbachschlucht in Südtirol

Wie lang (Strecke)?
14 Kilometer

Wie lang (Zeit)?
5 Stunden

Wie schwer?
Mittelschwer

Weshalb? Auch die Bletterbachschlucht ist stolzer Träger des Titels "UNESCO Weltnaturerbe". Zudem trägt die vor rund 15.000 Jahren während der Eiszeit entstandene Schlucht einen ganz speziellen Spitznamen: Grand Canyon Südtirols. Und tatsächlich fühlt man sich angesichts der Lärchenwiesen, Fichtenwälder und Latschenkiefern inmitten schroffer Felsen mitunter wie in Nordamerika. In Wahrheit befinden Sie sich natürlich in den Dolomiten. Weniger imposant sind die Aus- und Einblicke deshalb aber nicht. Im Gegenteil.

Brechen Sie am Besucherzentrum des GEOPARCS auf, bezahlen kurz und leihen sich kostenlos den für die Bletterbachschlucht obligatorischen Helm aus, stellen Sie schnell fest, weshalb. Sie erklimmen den Gipfel des Weißhorns, blicken von dort über die Schlucht, über die traumhafte Landschaft der Dolomiten bis zum nahegelegenen Schwarzhorn. Ihnen ist nach einer kurzen Pause? Dann nehmen Sie auf der kleinen Bank am Panoramapunkt Zirmersteig Platz und lassen Sie den Ausblick auf sich wirken. Vom Jochgrimmpass aus, wo Sie kurz einkehren können, geht es später rund um den Berg – Blick auf Latermar und Adamello-Brenta inklusive –, ehe Sie zum Besucherzentrum zurückkehren.

Der Weg zum Talschluss der Bletterbachschlucht mit Blick auf das Weißhorn.
Der Weg zum Talschluss der Bletterbachschlucht mit Blick auf das Weißhorn. (© Hans Steiger, CC BY-SA 4.0)

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