Nürnberg kulinarisch entdecken

Nürnberg zu entdecken heißt auch, sich kulinarisch auf fränkische Spezialitäten und frisches Bier aus der Region einzulassen. Vom Braten nach Omas-Art bis hin zur Sterneküche, Nürnberg bietet Ihnen eine große Bandbreite – vieles unter Verwendung regionaler Produkte. Probieren Sie frisches Gemüse aus dem nahegelegenen Knoblauchsland, dazu direkt in der Stadt gebrautes Bier – Nürnbergs Restaurants runden Ihren Städtetrip gekonnt ab.

Sterneküche mit Tradition im Essigbrätlein

Das Haus am Weinmarkt ist einige Jahrhunderte alt, auch das Restaurant pflegt eine lange Tradition. Heute bietet Ihnen das Essigbrätlein vor allem die vielleicht hochwertigste Küche der Stadt. Ausgezeichnet mit zwei Michelin-Sternen, sind die Speisen nicht günstig – dafür ungemein hochwertig. Ein toller Holzboden, dunkle Balken, farbenfrohe Fenster und eine umlaufende Sitzbank bilden dabei den kleinen (reservieren Sie vor: +49 911 225131), aber gemütlichen Rahmen für für die Menüs von Eigentümer Andree Köthe und seinem Küchenchef Yves Ollech. Vor allem Gemüse aus dem vor den Toren der Stadt liegenden Knoblauchsland wird zubereitet, wie Sie es wohl noch nie gegessen haben: Wirsing, Blumenkohl, Kamille – dazu ein perfekt ausgesuchter Wein. Ein Genuss. Die erste Besonderheit erwartet Sie übrigens bereits bei der Ankunft: Um hineingelassen zu werden, müssen Sie klingeln.

Regional und hochwertig im Zwei Sinn

Ebenfalls hochwertig, ebenfalls regional ist die Küche im Zwei Sinn von Stefan Maier. Im „Fine Dining“-Bereich nehmen Sie wechselnde Menüs abends zwischen 18 und 22 Uhr mit auf eine Entdeckungsreise. Bio-Gänseleber auf Feigen oder ein Thunfisch auf Brombeere – was auf den ersten Blick erstaunlich klingt, schmeckt auf den ersten Bissen unglaublich lecker. Mittags können Sie sparen. Dann bietet Ihnen das Restaurant im Bistrobereich einen Business-Lunch, bei dem Sie für die täglich wechselnden Speisen nicht einmal 10 Euro bezahlen. Eine Lachsforelle auf Duftreis, in Currysauce – so kann man sich den Mittag durchaus schmecken lassen. Das Restaurant in der Äußeren Sulzbacher Straße 118 erreichen Sie mit der Straßenbahnlinie 8 vom Nürnberger Hauptbahnhof aus.

DIE Nürnberger Spezialität im Bratwursthäusle

Für den etwas kleineren Hunger auf die Hand oder den etwas größeren in 6-,8- oder 12-facher Ausführung gibt es DIE Nürnberger Spezialität. Sie haben es sicherlich erraten: Es handelt sich um Bratwürste. „Drei im Weckla“ – so heißt die, neben dem Lebkuchen größte kulinarische Berühmtheit Nürnbergs (merke: „Weckla“ ist fränkisch für „Brötchen“). Daher verteilen sich zwar jede Menge kleine Bratswurststände über die Stadt, ein Besuch im Bratwursthäusle im Schatten der Sebalduskirche ist dennoch ein kulinarisches wie historisches Muss.
Bereits seit 1313 wird hier über Buchenholzfeuer gegrillt. Wenn Sie sich an der Theke für 2,50 Euro „Drei im Weckla“ bestellen, holen Sie sie sich mit der Quittung direkt am runden Grill inmitten des Lokals ab. Oder Sie setzen sich doch für einen Moment und bestellen Ihre Bratwürste klassisch mit Sauerkraut und Schwarzbrot. Eine weiteres Merkmal: die Bratwürste werden traditionell in der hauseigenen Metzgerei hergestellt!

Albrecht-Dürer-Stube: Schäufele nach Familientradition

Ebenfalls eine fränkische Besonderheit, so wird Ihnen jeder Franke und Nürnberger bestätigen, ist das Schäufele. Für knapp über 10 Euro mit Apfelrotkraut und rohem Kloß (der natürlich nicht roh auf Ihren Teller kommt) serviert, sehnt sich jeder Franke in der Ferne regelmäßig nach dieser lokalen Spezialität. Nach einem Restaurant wie der Albrecht-Dürer-Stube.
Denn dort gibt es bis Mitternacht bereits in dritter Familiengeneration beste traditionell fränkische Küche. Das Fachwerkhaus existiert seit 450 Jahren und liegt in direkter Nähe des ehemaligen Wohnhauses Albrecht Dürers, zudem in Schlagdistanz zur Kaiserburg. Eine Reservierung ist zu empfehlen (0911 22 72 09). Zur Albrecht-Dürer-Straße 6 bringt Sie am besten die Straßenbahnlinien 4 oder 9 (von der Haltestelle Tiergärtnertor).

Fränkische Biokreationen von der Spitzenköchin im Würzhaus

Trotz seines Namens ist das Würzhaus mehr Restaurant als Wirtshaus, serviert Ihnen dennoch ebenfalls leckere fränkische Küche. Bei einem guten Glas Wein probieren Sie selbst kreierte Bio-Kompositionen – und das zu sehr guten Preisen. Mittags ein Krustenbraten mit Speck-Rosenkohl und Bratkartoffeln (11,90 Euro), abends, wenn das Ambiente etwas gehobener ist, der konfierte Schweinebauch mit Gelber Bete (13,50 Euro). Spitzenköchin Diana Burkel, gleichzeitig die Inhaberin, fragt sogar gerne selbst an Ihrem Tisch nach, ob es denn schmeckt. Sonntags ist das Restaurant geschlossen, am Montag erst ab 18 Uhr geöffnet. Ansonsten lohnt sich ein Besuch im Würzhaus nahe des Friedrich-Ebert-Platzes (U3), nur etwa 500 Meter von der Kaiserburg entfernt jederzeit!

Frankens Bierkunst im Bierwerk

Kulinarisch nicht zu vergessen, ja wärmstens zu empfehlen, ist das Nürnberger und Fränkische Bier. Weltweit gibt es nirgends eine höhere Brauereidichte als in Franken und auch Nürnberg selbst hat tolle traditionsreiche Brauereien und Biere. Die Biervielfalt ist beeindruckend. Auch im Bierwerk, wo garantiert jeder das richtige Bier für sich findet. Sie wählen zwischen lokalen (es gibt sogar verschiedene Hausbiere aus der eigenen Brauerei) und fränkischen, zwischen bayerischen und tschechischen Spezialitäten. Im Werksverkauf können Sie zudem ein paar Fläschchen als Mitbringsel aus Nürnberg erwerben. Für die An- und Abreise empfehlen wir die U1 über die Haltestelle „Weißer Turm“ – Sie möchten schließlich das eine oder andere Bier probieren. Von dort sind es nur wenige Gehminuten zum Bierwerk am Unschlittplatz 9.

Magazin Redaktion

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