Marrakesch kulinarisch erleben

Dass Sie im Urlaub in Marrakesch Tajine und Couscous probieren, versteht sich von selbst. Die Frage lautet vielmehr, wo Sie Marokkos Spezialitäten am besten probieren. Wir beantworten sie – und verraten zudem, welche Dachterrassen Ihnen den besten Blick auf Marrakeschs Sehenswürdigkeiten bieten und wo Sie in einem romantischen Innenhof bei einem der besten Italiener Marokkos speisen. Zudem haben wir hilfreiche Tipps für einen kulinarischen Ausflug zum Djeema el Fna für Sie vorbereitet.

Marokkanische Küche mit Blick über den Djemaa el Fna im Chez Chegrouni

Kommen Sie am späten Nachmittag, nehmen Sie den direktesten Weg zur Dachterrasse, danach Platz. Lehnen Sie sich zurück. Denn im Chez Chegrouni überblicken Sie den gesamten Djemaa el Fna, das bunte Treiben der Gaukler, Händler, Schlangebeschwörer. Zudem sehen Sie, wie abends die Garküchen aufgebaut werden. Dazu gibt es einfache, marokkanische Gerichte. Probieren Sie Couscous mit Hühnchen oder Tajine mit Lamm – und genießen Sie die beeindruckende Aussicht auf den Djemaa el Fna. Alkohol schenkt das Chez Chegrouni übrigens nicht aus.

Traditionelle Gerichte im Al-Fassia

Diesmal verlassen Sie zum Essen die Medina und begeben sich nach Gueliz, in Marrakeschs Neustadt. Weshalb? Ganz einfach. Dort bekommen Sie traditionelle marokkanische Küche. Im besten aller Sinne. Die golden gebackene Lammschulter des Al-Fassia Gueliz beispielsweise – für zwei Personen bestellen Sie unbedingt vor – wirft die Frage auf, weshalb Sie dieses Gericht gerade zum ersten Mal probieren. Wahrscheinlich, weil Sie nicht aus Marokko stammen. Einheimische besuchen das Al-Fassia nämlich vor allem so zahlreich, weil die Gerichte sie an die Kindheit erinnern. Probieren Sie unbedingt auch die Salate. Übrigens wird das Restaurant ausschließlich von Frauen betrieben – abgesehen vom Sicherheitsmann.

Einheimischen auf dem Djeema el Fna folgen

Keine Sorge, der Djemaa el Fna ist alles andere als eine Urlauberfalle. Klar, Besucher genießen die besondere Atmosphäre, doch auch Einheimische kommen gerade abends gern zum Platz der Gaukler, um ihr Abendessen einzunehmen. Also befolgen Sie wieder Regel Nummer eins authentischer Essenserlebnisse im Urlaub: Sie essen, wo Einheimische essen. Geben Sie keinem Werben nach, nehmen Sie nicht den erstbesten Stand. Laufen Sie umher und suchen Sie genau den Stand, an dem sowohl das Angebot als auch der Anteil an Marokkanern passen. Dann bekommen Sie entweder unglaublich gute Tajine aus dem Tontopf, nicht weniger gute Brochettes (Fleischspieße) oder natürlich sehr schmackhaften Couscous. Letzterer ist in Marokko übrigens ein traditionelles Freitagsessen, das Gläubige nach dem Freitagsgebet einnehmen.

Italienisch marokanische Romantik: Trattoria de Giancarlo Marrakesh

Vielleicht soll es für einen Abend in Marrakesch Pasta statt Tajine sein – wobei Sie natürlich nicht auf marokkanisches Ambiente verzichten möchten. Müssen Sie auch nicht. Denn in der Trattoria de Giancarlo in Gueliz sitzen Sie in einem dieser wunderschönen Innenhöfe alter marokkanischer Art-Deco-Villen. Klingt gut? Es kommt noch besser. Denn im Zentrum des von Palmen umgebenen Innenhofs befindet sich ein kleiner Pool – womit Sie spätestens jetzt den perfekten Ort für Ihr romantisches Dinner in Marrakesch gefunden hätten. Zumal der kulinarische spielend mit dem visuellen Eindruck mithalten kann. Zur Wahl stehen Fleisch- und Fisch-, dazu diverse Pastagerichte.

Tajine in der Medina mit Blick auf die Saadier-Gräber: Kasbah Café

Sie haben es längst bemerkt: Beinahe ebenso wichtig wie die unglaublich guten marokkanischen Gerichte ist das jeweilige Panorama von Marrakeschs Restaurants. Immer neue Blickwinkel, immer eine andere Sehenswürdigkeit. Im Kasbah Café (Rue de la Kasbah) in der Medina essen Sie beispielsweise mit Blick auf die berühmten Gräber der Saadier. Wenn Sie wollen. Denn das gemütliche Café bietet Ihnen im Erdgeschoss und ersten Stock auch angenehm schattige Plätze. Andererseits, wozu Schatten, wenn Sie unter einem Sonnenschirm marokkanische Spezialitäten wie Hühnchen-Tajine mit Zitrone und Oliven (rund 8 Euro) und internationale Speisen genießen können, während Sie über Marrakesch blicken? Eben.

Restaurant-Institution mit Blick auf die Koutoubia-Moschee: Dar Yacout

Jahrzehnte ist es her, dass Mohamed Zkhiri eines der ersten Restaurants der Medina eröffnete. Eine Institution. Noch heute. Und das zu Recht. Denn erstens schuf Bill Willis zwischen unzähligen Mosaiken, Torbögen, einem Pool und von tief grünen Pflanzen bewachsenen Wänden auch im Innenhof des Dar Yacout einen Ort der Romantik. Zweitens bekommen Sie hervorragende marokkanische Spezialitäten serviert – und wenn Sie fertig sind, gehen Sie – drittens – einen Stock höher, suchen sich einen Tisch, bestellen einen Drink und genießen. Diesmal hat das Dachterrassen-Panorama die berühmte Koutoubia-Moschee im Angebot.

Marokkanische Geschichten und Kamel-Burger im Café Clock

Es gibt Workshops, Konzerte, dazu bekommen Sie einen Einblick in die jahrtausendealte, heute immer seltener zelebrierte Kunst des marokkanischen Geschichtenerzählens. Aber zurück zum Essen. Denn auch wenn Sie lediglich hungrig sind, lohnt sich der Besuch im Café Clock. Probieren Sie unbedingt den Kamel-Burger (rund 8,50 Euro). Wirklich, es lohnt sich!
Magazin Redaktion

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