London zu Fuß in 2 Stunden

Ja, London ist riesig. Die Einwohner Berlins und Paris‘ fänden in der britischen Hauptstadt Platz, und sie wäre immer noch nicht voll. Dennoch haben wir einen Weg gefunden, wie Sie in nur 2 Stunden zu Fuß mit dem Buckingham Palace und Trafalgar Square, dem London Eye und Covent Garden einige von Londons größten Sehenswürdigkeiten erkunden und alles bei traditionellem Afternoon Tea mit einem Panoramablick über die gesamte City beschließen. Und denken Sie dabei immer daran: In London ist tatsächlich der Weg das Ziel. Beinahe hinter jeder Ecke, beinahe in jeder Gasse gibt es etwas zu entdecken. Denn nach London reisen Sie, um es zu erleben.

Durch den Green Park zum Buckingham Palace
 

Das erste Ziel Ihres Stadtspaziergangs durch London lugt dabei immer wieder zwischen den Bäumen und Pflanzen hindurch. Massiv sieht es aus: Sie nähern sich dem Buckingham Palace. Royaler geht es kaum. Hier residiert Großbritanniens königliche Familie. Hier sehen Sie die berühmten Guards mit ihren überdimensionalen Hüten und steinernen Mienen. Hier bewundern Sie die 1913 umgebaute Fassade des prachtvollen Gebäudes. Wenden Sie sich auf dem großen Platz vom Palast selbst ab, erblicken Sie zudem das Victoria Memorial. Komplett in Marmor gehalten, mit der vergoldeten Siegesgöttin auf der Spitze, ist es Königin Victoria gewidmet.

Durch St. James‘ Park zu Westminster Abbey
 

In gewisser Hinsicht weist es Ihnen zudem den Weg. Denn direkt im Rücken des Monuments beginnt The Mall, Londons Prachtstraße, die Sie sicher aus diversen royalen Hochzeits- und Empfangsübertragungen kennen, die Sie nun höchstpersönlich entlang laufen. Am Ende rechts befände sich die berühmte Horse Guards Parade, auf der während der Olympischen Spiele 2012 die Beachvolleyball-Wettbewerbe stattfanden. Eine Option. Jedoch eine, die Ihren Stadtspaziergang über die 2 Stunden hinaus ausdehnen würde. Ihre Entscheidung.

Direkter führt Sie Ihr Weg zurück ins Grüne. Bei zweiter Gelegenheit biegen Sie rechts in den St. James‘ Park ab. Sehen Sie sich die berühmten Blumenbeete näher an. Genießen Sie die gepflegten Anlagen. Bis zum St. James‘ Park Lake laufen Sie – und sogar darüber. Exakt eine Brücke führt über den kleinen See im Zentrum des königlichen Parks. Die nutzen Sie, laufen danach geradewegs aus der Anlage hinaus und biegen links auf den Birdcage Walk ab. Links der Park, rechts Londons viktorianische Fassaden. Sie sind sicher schon weniger schön spaziert. Zumal Sie nach wenigen Minuten rechts eine bestens bekannte Turmspitze entdecken. Big Ben. Doch Moment …

Über Westminster Bridge zum London Eye
 

… zunächst lassen Sie Londons berühmteste Glocke buchstäblich links liegen, biegen rechts ab und stehen wenige Meter später vor dem nächsten berühmten Turm-Paar. Sie haben Westminster Abbey, Londons vielleicht bekannteste Kirche – angesichts der Konkurrenz durchaus eine Leistung –, erreicht. Großbritanniens Königinnen und Könige werden hier gekrönt. Die Trauerfeier zu Ehren Prinzessin Dianas fand hier statt. 2018 wurde Stephen Hawking wie andere große britische Persönlichkeiten in der größtenteils im gotischen Stil erbauten Kirche beigesetzt.

Kamera eingesteckt? Dann ab Richtung London Eye. Im März 2000 wurde es eingeweiht und sollte eigentlich nur fünf Jahre in Betrieb gehalten werden. Der Erfolg hatte andere Pläne. Heute zählt es sogar zu den Wahrzeichen der britischen Hauptstadt – angesichts der Konkurrenz … Sie wissen schon. Insgesamt 135 Meter ist das Riesenrad hoch und besitzt 32 Gondeln, von denen aus Sie ein traumhaftes London-Panorama genießen. Doch Moment. Erstens haben wir noch einen besonders schönen Blick über die Stadt in petto und zweitens ist die Fahrt mit dem London Eye (es ist bis 20.30 Uhr geöffnet) am schönsten in der Dämmerung (Tickets kaufen Sie am besten online).

Über Trafalgar Square zum Leicester Square
 

Besten Gewissens können Sie daher zurück ans nördliche Themse-Ufer spazieren. Bei nächster Gelegenheit die Brücke gewählt, kurz rechts den Anblick der Hungerford Bridge and Golden Jubilee Bridges genossen, wenige Meter geradeaus gelaufen – schon blicken Sie hinauf über den Trafalgar Square bis auf die National Gallery. Ein erster Eindruck, ein erstes Staunen, definitiv einige Schnappschüsse, danach geht es weiter, rechts an der National Gallery, kurz darauf an der National Portrait Gallery, vorbei.

Durch Chinatown nach Covent Garden
 

Unmittelbar nördlich des Leicester Square entdecken Sie chinesische Schriftzeichen, in Schaufenstern hängende Spezialitäten, vernehmen den Duft asiatischer Spezialitäten. Chinatown. Auch London hat sein eigenes. Lassen Sie sich ein wenig durch die Straßen treiben, sehen Sie sich um, suchen Sie sich ein Restaurant für den Abend und achten Sie dabei nur darauf, dass Sie Ihr Weg in Richtung Westen führt.

Nun geht es nach Covent Garden. Was eigentlich ein Viertel ist, bringen viele hauptsächlich mit der Markthalle in Verbindung. Genau die sehen Sie sich nun an – und verhalten sich dabei ganz nebenbei vorbildlich. Denn eigentlich besitzt Covent Garden seine eigene Underground-Station. Deren Bahnsteige erreichen Sie jedoch nur via Lift. Entsprechend voll wird es gerade am Wochenende, wenn sowohl Londoner als auch Besucher in das beliebte Viertel strömen. Wann immer Sie Covent Graden besuchen, nehmen Sie daher eine der umliegenden Stationen wie Holborn, Tottenham Court Road oder Leicester Square und legen danach die wenigen Meter bis zu Ihrem eigentlich Ziel zu Fuß zurück …

… oder Sie machen einfach mit uns einen Stadtspaziergang und lassen sich von der Schönheit der Markthalle, von den grünen Bögen, dem geschwungenen Glasdach, den kleinen Shops, vom bunten Leben und den Straßenkünstlern beeindrucken. Dazu gibt es kleine Cafés und Restaurants. Hungrig? Nur noch ein wenig Geduld. Erst einmal müssen Sie weiter.

Über Embankment und Blackfriars Bridge zum Globe
 

Dafür verlassen Sie die Covent Garden Piazza am südlichen Ende auf der Southampton Street, über die Sie wenig später auf The Strand treffen. Eine gut besuchte, gut befahrene Straße mit diversen Geschäften auf beiden Seiten, die Sie einmal überqueren und danach links abbiegen. Rote Busse, schwarze Taxis, ein bisschen Hektik, zwischendrin große Reklame und altehrwürdige Gebäude. Das ist London. Rechts passieren Sie ein riesiges klassizistisches Gebäude: das Somerset House. Einst Heimat für Regierungsbehörden, ist es mittlerweile ein Ort für Kunst und Bildung. Zudem besitzt es einen riesigen Innenhof, in dem im Sommer ein Freiluftkino und Konzerte stattfinden und im Winter eine Eislauffläche Platz findet.

Das große Hotel, das Sie kurz vorher leicht eingerückt rechts gesehen haben, ist übrigens das berühmte Savoy, dessen Betten Gäste besonders gut und erholsam schlafen lassen sollen. Sie wollen jedoch weiter, London erkunden, Shakespeares künstlerische Heimat sehen. Daher nehmen Sie die nächste Gelegenheit in Richtung Themse und laufen den Fluss entlang, bis Sie auf die Blackfriars Bridge treffen. An deren Ecke sehen Sie vor Ihnen in der Ferne The Shard, Londons höchstes Gebäude. Haben Sie die Mitte erreicht, taucht links St. Paul’s Cathedral auf.

Schöne Fotomotive, die Sie natürlich nutzen, ehe Sie am Ende der Blackfriars Bridge links abbiegen und direkt an der Themse entlang laufen, bis rechts eine Art Fachwerkhaus mit rundlichem Dach auftaucht: das Globe Theatre, William Shakespeares künstlerische Heimat. Bereits 1599 wurde das elisabethanische Theatergebäude erbaut, über die Jahre immer wieder zerstört und in der Moderne so originalgetreu wie möglich wieder aufgebaut. Treibende Kraft war der amerikanische Schauspieler und Regisseur Sam Wanamaker, der bereits 1970 Pläne zum Wiederaufbau schmiedete. Eröffnet wurde das neue Globe schließlich 1997. Vielleicht kommen Sie ja abends für eine Aufführung zurück.

An der Themse entlang zur London Bridge
 

The Shard ist nicht zu übersehen. Gut so. Im 32. Stock finden Sie dort das Oblix Restaurant, das sich sowohl sensationellen Ausblicken als auch dem britischen Afternoon Tea (14.45 bis 16.30 Uhr) verschrieben hat. Sie fahren also hinauf, nehmen entspannt Platz, blicken über die Stadt, sehen Tower Bridge und die Hochhäuser von Canary Wharf, die City und St. Paul’s Cathedral. Dazu gibt es Scones, Sandwiches und natürlich britischen Tee. Eine perfekte Kombination, die den etwas höheren Preis definitiv wert ist. Und sobald Sie fertig sind, besteigen Sie an der nur wenige Meter entfernten Station London Bridge einfach die Northern Line und fahren zurück in Ihr Hotel.

Magazin Redaktion

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