Kopenhagen kulinarisch erleben

Probieren Sie Smørrebrød, lernen Sie eines der besten Restaurants der Welt kennen und erfahren Sie, wie ein Hot Dog nicht nur unglaublich gut, sondern auch noch gesund sein kann. Kopenhagen kulinarisch zu erleben, bedeutet, sich auf einem Food-Markt durch die Welt zu probieren, alte Traditionen aufleben zu lassen, zudem, frischen Fisch aus nachhaltigem Fang zu genießen. Begleiten Sie uns zu den besten Restaurants der dänischen Hauptstadt, ins NOMA, Mother und in die Kødbyens Fiskebar.

Torvehallerne Markt – einmal durch die Welt probieren

Zudem haben Sie die Wahl. Entweder Sie decken sich an den Ständen selbst mit hochwertigen Zutaten ein, kaufen frisches Obst und Gemüse, dazu Wein, Tee und Schokolade für das Menü oder die Freunde zuhause. Oder Sie gönnen sich einen frisch für Sie zubereiteten Snack. Steht Ihnen der Sinn nach Smørrebrød, schauen Sie unbedingt bei Hallernes vorbei. Leckere spanische Tapas bekommen Sie bei Tapa del Toro. Für den Kaffee nach dem Essen empfehlen wir The Coffee Collective.

Schønnemanns – Smørrebrød-Tradition stets neu interpretiert

Lassen Sie sich nicht täuschen. Brot plus Belag ergibt nicht überall ein simples Sandwich. Dänemark erhebt die Kombination aus Backwaren und frischen Zutaten zur Kunstform. Wer das typische Smørrebrød im Restaurant zubereiten möchte, geht vier Jahre zur Schule. Erst danach wissen die Köche exakt, welcher Belag perfekt mit dem traditionell verwendeten Schwarzbrot harmoniert, wann sie Mayonnaise, wann Remoulade verwenden. Häufigste Zutaten sind Fisch, Krabben, Kaviar, Käse, Wurst, Fleisch oder Pasteten.

Experimentieren ist jedoch erlaubt – erst recht, wenn eine echte Institution diese Experimente vornimmt. Seit 1887 existiert das Schønnemann nahe der Metrostation Nørreport (Linien M1 und M2) bereits. Seit 2007 führen Juliette Noyons und Thomas Gaarn Rasmussen das Restaurant, haben den rustikalen Charme der Einrichtung beibehalten, interpretieren das Smørrebrød seither jedoch immer wieder neu. Nur hausgemacht, frisch mit den besten Zutaten zubereitet muss das Mittagessen (das Schønnemann ist zwischen 11.30 und 17 Uhr geöffnet) zubereitet sein. Reservieren Sie unbedingt vor und probieren Sie das Sauerteig-Smørrebrød mit grönländischem Heilbutt, warmer Gurke, Creme, Rettich und Schnittlauch (21 Euro). Das mag auch Rene Redzepi, der Chef des berühmte NOMA am liebsten.

Døp – gesundes Fast Food vom „Bio-Hot-Dog-Mann“

Ein typisch dänisches Gericht? Klar, der Hot Dog. Wirklich. Er gehört ebenso zum kulinarischen Erlebnis in Kopenhagen wie frischer Fisch oder Smørrebrød. Und da Sie sich während Ihres Städtetrips nicht mit irgendeinem Hot Dog zufrieden geben, besuchen Sie am besten jenen, den die Kopenhagener bereits zu ihrem absoluten Lieblingsort für Essen gewählt haben: den Døp, den Økolgiske Pølsemand, den – salopp formuliert – „Bio-Hot-Dog-Mann“.

Tatsächlich servieren die beiden Stände am Runden Turm beziehungsweise auf der Strøget ausschließlich Bioware. Die Würste stammen von Biorindern respektive -schweinen. Das Gemüse, die Zwiebeln, alle Zutaten? Bio. Serviert wird der Hot Dog im Vollkornbrot. Sogar Vegetarier und Veganer finden beim Døp den für sie passenden Hot Dog. Unsere Empfehlung: der Roasted Hot Dog mit frischen und gerösteten Zwiebeln, Gurken sowie Ketchup, Senf und Remoulade. Gesundes, vor allem leckeres Fast Food.

NOMA – eines der besten Restaurants der Welt

Kopenhagens kulinarische Szene zu beschreiben, ohne das NOMA zu erwähnen, käme in etwa dem Versuch gleich, ein Pasta-Rezept ohne die passenden Nudeln zu erklären. Das berühmteste Restaurant Kopenhagens, eines der berühmtesten Restaurants der Welt, gehört definitiv auf Ihre Liste. Denn das NOMA lebt nicht vom Namen allein: Indem er der skandinavischen und dänischen Küche einen speziellen Twist verlieh, besondere Geschmackserlebnisse kreierte, machte Chef Rene Redzepi das NOMA bereits viermal ganz offiziell zum besten Restaurant der Welt.

Soweit die guten Nachrichten. Die schlechte: Derzeit ist das NOMA geschlossen. Rene Redzepi und sein Team suchen nach neuer Inspiration, nach neuen Gerichten, Zutaten – nach einem neuen Dreh. Im Dezember soll das NOMA 2.0 eröffnen. In Kopenhagen. Wo genau, ist noch nicht bekannt – und damit zurück zu guten Nachrichten. Denn ein Abendessen im NOMA bedeutet, sich etwas zu gönnen. Und wann ginge das besser als in der Weihnachtszeit. Halten Sie sich also auf dem Laufenden und erleben Sie Kopenhagens Kulinarik im Dezember. Zumal die dänische Hauptstadt zur Weihnachtszeit besonders schön ist, sogar der Tivoli für einen besonderen Weihnachtsmarkt noch einmal seine Tore öffnet.

Mother – das Geheimnis der vielleicht besten Pizza der Stadt? Der Teig!

Industrieller Charme ist überall gern gesehen. Auch in Kopenhagen, wo das Viertel Kødbyen, der ehemalige Meatpacking District die Szene magisch anzieht. Gut so. Denn mit den Menschen kommen die Restaurants, mit dem Interesse die Qualität. Nehmen wir das Mother. Nicht wenige sprechen dem italienischen Restaurant in der Nähe der Busstation Gasværksvej (Linien 10 und 14) die beste Pizza Kopenhagens zu. Das Geheimnis neben dem Holzofen? Laut Chef David Bifani, einem Italiener, der Sauerteig. Geschmacklich sei er intensiver, gleichzeitig leichter verdaulich als klassischer Pizzateig.

Den Rest übernehmen die frischen Zutaten, mit denen das Mother italienischen Gerichten einen skandinavischen Dreh verleiht. Denn berühmt ist das Restaurant zwar für seine Pizza (uns schmeckt die klassische Margherita für 11 Euro), doch auch die Antipasti und Bruschette sind wirklich jeden Versuch wert. Eingerichtet ist das Mother übrigens spartanisch, dennoch gemütlich. Damit kennen sich Dänen schließlich bestens aus.

Kødbyens Fiskebar – frischer Fisch aus nachhaltigem Fang

Qualität statt Masse. Darum ging es Bagge Algreen-Ussing und Anders Selmer, als sie ihr Restaurant 2009 eröffneten. Thunfisch oder Aal finden Sie daher nicht auf der kleinen Karte. Dafür frische Austern (ab 11 Euro für drei Stück), frische Muscheln aus dem Limfjord (21 Euro) oder Kabeljau mit Gemüse und dänischen Kartoffeln (37 Euro). Ein kulinarisches Erlebnis in Kopenhagen. Beweisführung abgeschlossen.

Magazin Redaktion

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