(K)eine Chance für kindliche Langeweile im Urlaub

Glücklich sehen Sie im Urlaub zu Ihrem Kind hinüber – und blicken in ein gelangweiltes Gesicht. Machen Sie sich keine Sorgen. Denn Neckermann Reisen hat wertvolle Tipps gegen lange Gesichter im Urlaub. Erfahren Sie, wie Sie der Monotonie während der Fahrt entgegensteuern, weshalb es sich lohnt, die Reise noch vor Beginn gemeinsam mit dem Nachwuchs durchzugehen und welche Aktivitäten am Urlaubsort Langeweile ganz schnell vertreiben – ganz ohne WLAN, Fernsehen oder andere Kinder. Übrigens: Langeweile kann bei Kindern auch Positives bewirken, ist in Maßen sogar wichtig.

Was tun für gelangweilten Kindern im Auto?

Sie kennen das Problem selbst. Manchmal bleibt die passende Idee gegen Langeweile einfach aus. Ihrem Kind geht es da während der Autofahrt womöglich nicht anders. Vielleicht findet es einfach keinen Weg, sich auf dem Rücksitz selbst zu beschäftigen. Für diesen Fall haben wir einige unkomplizierte Spielideen zusammengetragen, die während einer langen Fahrt in den Urlaub umgehend für Unterhaltung sorgen. Planen Sie Ihre Reise zudem ein wenig rund um die Bedürfnisse Ihres Kindes. Das heißt:

Großzügigkeit und ein gemeinsamer Blick auf die Reise

Seien Sie ruhig großzügig. Lange Fahrten strengen den Nachwuchs schließlich an. Da darf es ruhig ein kleiner süßer Snack oder eine Folge der Lieblingsserie auf dem Tablet mehr sein als sonst. Zudem hilft es, die Reise vor der Abfahrt mit Ihrem Kind durchzugehen, zu erklären, wie sie abläuft, wie lang sie dauert. Schauen Sie die Strecke dabei gemeinsam auf einer Karte an. Kommt die unweigerliche Frage auf, wie lange diese Autofahrt denn bitte noch dauern soll, holen Sie einfach wieder die Karte hervor und zeigen, wie viel Sie bereits geschafft haben.

Verständnis für das Kind zeigen

Solidarität vereint. Plötzlich steht – oder sitzt – da ein Verbündeter, der das Problem mit anpackt, der versteht und unterstützt. Schon wirkt alles nur noch halb so schlimm. Bemerken Sie Langeweile bei Ihrem Kind, zeigen Sie deshalb Verständnis. „Dir ist gerade richtig langweilig, oder?“, wäre ein passender Einstieg. Fragen Sie danach, was der Nachwuchs gerade lieber machen würde und mit wem. Schon solidarisieren Sie sich mit Ihrem Kind. Es fühlt sich verstanden und meistert die Situation leichter.

Was tun für gelangweilte Kinder am Urlaubsort?

Nicht überinterpretieren

Natürlich möchte niemand, dass sich der Nachwuchs ausgerechnet im Urlaub langweilt. Urlaub bedeutet im Idealfall schließlich genau das Gegenteil von Langeweile. Seien Sie dennoch nicht nervös, wenn Ihr Kind im Laufe der Zeit doch einmal verloren aus dem Fenster blickt. Das muss keine Langeweile bedeuten. Vielleicht beobachtet es einfach die Umgebung oder unternimmt einen gedanklichen Ausflug in die eigene Fantasiewelt. Geben Sie ihm Zeit.

Überraschungsspaziergang: Links? Rechts? Die Münze entscheidet

Niemand weiß, wo es hingeht. Niemand kennt den Weg. Verlassen Sie einfach ihr Hotel und spazieren Sie gemeinsam mit der Familie drauf los. Anstelle der Karte oder des Smartphones weist Ihnen diesmal jedoch die Münze den Weg. Wann immer Sie an eine Kreuzung kommen, werfen Sie die Münze. Kopf bedeutet links, Zahl rechts. So erkunden Sie Ihre Urlaubsregion nicht nur völlig unorthodox, zudem lernen Sie Ecken kennen, an die Sie sonst vielleicht nie gekommen wären und bieten Ihren Kindern ein kleines Abenteuer.

Langeweile bei Kindern? In Maßen wichtig
So paradox es klingen mag, gerade für Kinder ist Langeweile essentiell. Nicht zu viel, klar, doch das richtige Maß hilft laut Erziehungswissenschaftlern bei der Entwicklung. Denn Langeweile fördert die Kreativität. Sie zwingt den Nachwuchs gewissermaßen, sich mit sich selbst zu beschäftigen, Interessen zu entwickeln, sich zu überlegen, was es wirklich tun möchte. Sie regt die Fantasie an. Das Kind entwickelt eigene Ideen.

Vernehmen Sie während der Fahrt in den Urlaub oder am Urlaubsziel also das allseits beliebte Wortquartett „Mir ist so langweilig“, lassen Sie Ihrem Kind ruhig einige Momente – im Auto angesichts des begrenzten Raums und der begrenzten Möglichkeiten natürlich nicht zu lang –, in denen es selbst überlegt, wie es der Langeweile entkommt. So merkt es zudem, dass die Eltern nicht immer sofort für Unterhaltung sorgen, wenn nichts zu tun ist, dass es selbst Ideen entwickeln muss, um sich zu beschäftigen. Eine Erkenntnis, die Ihnen im Urlaub durchaus entgegenkommen kann.

Magazin Redaktion

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