5 Insidertipps für Kurzurlauber in Paris

Berühmte Bewohner haben Ihren festen Platz in Paris‘ Geschichte, historisch bedeutsame Ereignisse prägten das Bild von Frankreichs Hauptstadt: beste Voraussetzungen für eine historische Entdeckungsreise durch die Seine-Metropole. Unsere Insidertipps führen Sie an einen Ort, an dem einige der bekanntesten ehemaligen Bewohner der Stadt Ihre letzte Ruhestätte fanden, dazu auf einen Blumenmarkt im Schatten von Notre Dame, sogar unter die Erde geht es. Sie möchten (fast) umsonst die Stadt erkunden? Auch dafür haben wir den passenden Insidertipp für Ihren Städtetrip nach Paris.

Cimetiére de Pére Lachaise – Ruhestätte von Berühmtheiten

 

Dass sich ein Friedhof zur Attraktion entwickelt, klingt auf den ersten Blick sonderbar – ist im Fall des Pére Lachaise aber eher nachvollziehbar. Da die meisten Friedhöfe in Paris zu Beginn des 19. Jahrhunderts heillos überfüllt waren, brauchte es ein neues Konzept. Der Pére Lachaise, der erste als Parkanlage angelegte Friedhof der Welt und Paris‘ größte Begräbnisstätte, entstand. Auch wegen seiner außergewöhnlichen Architektur – kein Grabmal gleicht dem anderen – entwickelte er sich in den darauffolgenden Jahrzehnten zur letzten Ruhestätte berühmter Persönlichkeiten. Sowohl der Komponist Frédéric Chopin als auch der Sänger Jim Morrison, der Dramatiker Moliére oder der Schriftsteller Oscar Wilde sind auf dem Pére Lachaise begraben.

Morrisons Grab dient eingefleischten Fans sogar als Pilgerstätte. Nehmen Sie daher unbedingt an einer Führung teil. Danach schlendern Sie ein wenig umher – und entdecken dabei vielleicht den einen oder anderen Namen, mit dem Sie nicht gerechnet haben. Um zum Friedhof zu gelangen, nehmen Sie die Metro-Linie 2 oder 3 zur Station Philippe Auguste, Père Lachaise oder Gambetta. Auch die Busse der Linien 26, 61 oder 69 bringen Sie ans Ziel.

Unter die Oberfläche in Paris‘ Katakomben

Paris‘ berühmte Katakomben, dieses weitläufige, unterirdische System aus verzweigten Gängen und Hallen, führen Sie geradewegs hinein ins Innerste der Stadt. Mehr „inside“ geht kaum. Ungefähr zur gleichen Zeit wie der Cimetiére de Pére Lachaise ursprünglich als Steinbruch entstanden, dienten auch die Katakomben zeitweise als Friedhof. Heuten können Sie während Ihrer Städtereise nach Paris an einer geführten Tour teilnehmen und das unterirdische Paris kennenlernen. Eingänge finden Sie im 1. Arrondissement an der Avenue du Colonel Henri Rol-Tangy oder am Place Denfert-Rochereau, im 14. Arrondissement.

Der Umriss der Bastille-Mauern

Der Begriff der Französischen Revolution bedarf eigentlich keiner näheren Erklärung. Sie begann Ende des 18. Jahrhunderts mit einem Aufstand, der darauf abzielte, den schwerfälligen und als ungerecht empfundenen Feudalismus zu beseitigen. Zwar dauerte es noch lange, bis die Demokratie dem Volk endgültig eine echte Stimme gab, das Zeitalter der Aufklärung hatte dennoch begonnen. Seither fühlen sich die Franzosen unter den Begriffen „liberté, égalité und fraternité“ (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) vereint. Das prägendste Ereignis der Revolution? Wahrscheinlich der Sturm auf die Bastille, die Ende des 14. Jahrhunderts als Stadtmauer, später als Gefängnis diente.

Am 14. Juli 1789 wurde sie von den Revolutionären gestürmt. Das Gebäude selbst können Sie heute daher nicht mehr besichtigen: Es wurde abgerissen. Sehr wohl können Sie dagegen jenen Ort besichtigen, an dem sich das historische Ereignis damals zutrug. Auf dem Place de la Bastille, heute ein Kreisverkehr, erkennen Sie die Umrisse des Gebäudes. Halten Sie nur die Augen offen. So finden Sie schnell die Linien auf dem Boden – beispielsweise auf dem Bürgersteig an der Ecke Rue Saint-Antoine / Boulevard Beaumarchais zwischen dem Metro-Ausgang und dem Café des Phares. Reste einer Mauer der Bastille-Festung finden Sie auf dem Bahnsteig der Metrostation Bastille der Linie 5 Richtung Bobigny.

Der Marché aux fleurs – Blumenmarkt auf der Île de la Cité

Die Île de la Cité ist das Herz von Paris – und das nicht nur wegen ihrer besonderen Lage inmitten der Seine, am Fuße der Kathedrale Notre-Dame. Tatsächlich sollen genau hier die ersten Siedler, die Gründer der Stadt, ihre Häuser errichteten haben: die keltische Siedlung der Parisii. Heute zählt ein Besuch von Notre-Dame ebenso zum Pflichtprogramm eines Parisurlaubs wie ein Blick von der Pont des Artes auf Seine und Stadt.

Und obendrauf bietet die Île de la Cité mit ihrem Blumenmarkt einen echten Geheimtipp. An der westlichen Spitze, rund um den Place Louis Lépine, finden Sie zahlreiche Pavillons, die Blumen und Pflanzen aller Art schmücken. Ein unerwarteter Anblick mitten in Paris. Dennoch ein traditioneller. Seit 200 Jahren können Besucher auf dem Marché aux fleurs Blumen kaufen (oder nur anschauen und bewundern). Fahren Sie mit der Metrolinie 4 bis zur „Cité“.

Stadtrundfahrt (fast) umsonst

Sie sind genug gelaufen. Zeit für eine Pause. Doch Sie haben noch nicht alle Pariser Sehenswürdigkeiten gesehen. Vielleicht fehlt noch der Place de la Concorde, vielleicht das Musée d’Orsay. Für diesen Fall empfehlen wir Ihnen eine Fahrt mit der Buslinie 73 oder 21. Mit herkömmlichen Buslinien? Ganz genau. Besagte Linien fahren nämlich Routen ab, die auch ein Urlauberbus nehmen würde, befördern dabei Einheimische von A nach B, von der Arbeit zu ihrer Wohnung.

Die Linie 73 fährt beispielsweise vom Arc de Triomphe entlang der Champs-Elyseés über den Place de la Concorde bis zum Musée d’Orsay. Oder Sie nehmen die Linie 21 von der Opéra Garnier, vorbei am Louvre, über das Palais Royal, St-Michel, die Île de la Cité, den Jardin du Luxembourg auf die Rue Mouffetard. Zwei Euro – exakt so viel wie eine ganz normale Metrofahrt – kostet eine Einzelfahrt. Nicht schlecht für eine Tour entlang einiger der größten Sehenswürdigkeiten von Paris.

Magazin Redaktion

Magazin Redaktion

Reiseberichte und Urlaubsinspiration aus aller Welt von Mitarbeitern, Partnern und Gastautoren.

#NeckermannReisen bei Instagram