Eine Straße mitten in New York an einem Sonntag im September. Wo sich sonst teure Geschäfte neben Restaurants und Galerien abwechseln, ein Auto sich nach dem anderen einreiht und die Gebäude so hoch rangen, dass der Nacken fast schmerzt. Dort also stehe ich. Inmitten der Straße.

| empty Madison Avenue #uptonogood #whathappensinnewyorkstaysinnewyork

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Die Rede ist nicht von irgendeiner Straße in New York. Sondern von der Madison Avenue. Sie ist leer. Und nicht etwa wegen eines Sonntages. Eigentlich gibt’s die nicht in New York – autoleere Straßen.
Die Madison Avenue ist gesperrt. Für ein mexikanisches Straßenfestival einen Block weiter. Die Musik und das Gelächter der Menschen klingen bis zu mir.
Und ich stehe inmitten dieser Gebäudeschlucht auf einer der sonst meist befahrenen Straßen New Yorks. Der Officer im Auto vor mir grinst als ich ein Foto schieße und sagt mir, dass es das sonst nicht gibt.
Warum ich durch und durch durch glücklich bin? Genau dort an jener Stelle?

Nach einem Fußmarsch von Brooklyn über die Manhattan Bridge, auf der wir die noch im Morgennebel liegende Skyline mit einem Kaffee in der Hand begrüßen, den frühen Fahrradfahrern und eifrigen Joggern ausweichen und versuchen drüben Madame Liberty zuzuwinken bis hoch zum Central Park. Das sind – ich habe es nachgeschaut – mit Umwegen genau 21 km. Ich kann mein Glück kaum fassen, dass ich mitten auf der Madison Avenue stehe. In der Stadt, deren Autofahrer vorsichtiger zu fahren scheinen als ihre Radfahrer.


Mit Verlaub. New York und ich. Das war Liebe auf den erst zweiten Blick. Der erste Flirt – der war pulsierend, schnelllebig und so schnell vorbei, dass ich kaum richtig hinschauen konnte. Was aber blieb: Wow, der Flirt hinterließ einen Eindruck. Dort oben auf dem Rockefeller Center als wir Frank Sinatras „New York, New York“ summten, da dachte ich: New York, dich muss ich wiedersehen!

| well well things are I look out the window and I see the lights and the skyline and the people on the street rushing around looking for action, love, and the world's greatest cheesecake, and my heart does a little dance. 24 hours in New York is when you’re awake in the middle of the night and you’re typing with your friends because you can’t decide which coffeeshop to choose for the very first coffee in that city. 24 hours in New York is when you’re yelling at your friends “What did you say” because you can’t hear them at the street. New York is “Did you see him / her/ that – it looks beautiful” or “Can we taste that?” – in every second sentence. New York is when they ask you “Wait – do you really take the New York Cheesecake to eat it at the Brooklyn Bridge?” [What a question]. New York is a “the cardrivers are more carefully than bicycle drivers” city. New York is a city you know without knowing. New York is singing Frank Sinatra songs the whole day. 24 hours in New York are enough to decide if you’re more Brooklyn or Manhattan. [Brooklyn]. . New York is indescribable. New York is one of those cities to know – yes things turned well. #ladyfoxtravels #doyoutravel #world_captures #whileinbetween #letsneverforgetthosedays #passionpassport #postthepeople #exploreeverything #exclusiveshot #exploreeverything #newyork #ig_travel #doyoutravel

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Denn was mir genau in Erinnerung blieb, waren die Menschen. Sie sind schön und sie sind eifrig. Es scheint als hätte jeder dort ein Ziel. Ein Stehenbleiben gibt es nicht. Eine Rush Hour irgendwie auch nicht. Die Rush Hour ist gefühlt 24 Stunden am Tag. Ein stetes Pulsieren und wir selbst mittendrin – ein Leben um uns herum,  sodass man sich bei einem Gespräch wirklich konzentrieren muss, um nicht abgelenkt zu werden.

Was ich so liebe an dieser Stadt? Wir können uns selbst aussuchen, ob wir uns alleine fühlen wollen – uns zurückziehen in den Park nahe der Grand Central Station in eines der offenen Büchercafés, dort in den Seiten der gespendeten Bücher blättern, hin und wieder aufblicken um das Geschehen zu beobachten oder ob wir uns mitten ins Leben begeben.
Wir können nach unserem Fußmarsch mitten in New York in der Sonne liegen ohne den Straßenverkehr zu hören. Dass das wirklich funktioniert, mochte ich kaum glauben als wir im Central Park eine Pause einlegten und sich nur Grün um uns herum befand und die fast noch sommerliche Septembersonne uns ein Eis gönnen ließ.

Wer nicht vorbereitet ist, dem kann New York die Luft zum Atmen nehmen, so überschlagend sind die Eindrücke und gleichermaßen berauschend. Was New York für mich ist, ist kaum in Worte zu fassen. Diese Sadt fängt dich und lässt dich nicht los. Sie lässt dich unglaublich frei und zugleich klein fühlen.

New York ist eine schöne Lady ohne makellos zu sein,  sie ist down-to-earth und gleichermaßen überheblich, sie ist stets „under construction“, wie mir ein New Yoker sagte und niemals perfekt, aber sich selbst gut genug. Manchmal aber ist diese Lady auch wie ein scheuer Junge, der sich hinter Büchern und Melodien im Grünen versteckt. Man muss nur geduldig sein und genau hinschauen. Eines ist diese Stadt jedoch niemals: langweilig und eine nie enden wollende Leidenschaft.

| throwback Even though conditions such as lack of sleep, insufficient food and various mental stresses may suggest that we were bound to react in certain ways, at the end it becomes clear that the sort of persons we became was the result of an inner decision, and not the result of others influences alone. Who can really say how decisions are made, how emotions change, how ideas arise? We talk about inspiration; about a bolt of lightnng from a clear sky, but perhaps everything is just as simple and just as infinitely complex as the processes that make a particular leaf fall at a particularmoment. That point has been reached, that's all. It has to happen, and it does happen. #ladyfoxtravels #newyork #passionpassport #doyoutravel

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