Urlaubsziel Deutschland: 26 Gründe, hier Urlaub zu machen

von Reiseblog Redaktion | mehr Artikel von | 6. August 2015 | Badeurlaub, Berge & Natur, Citytrips, Familien | 3 Kommentare

Die Deutschen schätzen die Bundesrepublik wie kein anderes Urlaubsland: Von zehn Reisen führen drei zu Zielen innerhalb der eigenen Grenzen. 26 Gründe, sich zwischen Kiel und Konstanz auf Achse zu machen:

Allgäu: Lederhosen und Leberkäse, Zwiebeltürme und Biergärten, frisch gemähtes Gras und Kuhfladen, eiskalte Bergseen und Alpenveilchen – und kernige Menschen mit Sinn für Humor.

Baden-Baden: Musikfestspiele, Spielbank, Heilbäder – aber auch edle Shops, erstklassige Hotels und Top-Restaurants. Und Schwarzwald und Elsass vor der Haustür.

Chiemsee: Laut Südbajuwaren Bayrisches Meer. Mit viel besuchten Inseln: Frauenchiemsee mit seinem Kloster – und Herrenchiemsee mit dem Prachtschloss des „Märchenkönigs“ Ludwig II.

Deutsches Eck: Wo Rhein und Mosel malerisch zusammenfließen, steht das prächtige Denkmal für Wilhelm I., erster Herrscher des 1871 gegründeten Reiches.

Elbsandsteingebirge: Tafelberge, dunkle, wilde Wälder, fantastische Felstürme, moosbedeckte Schluchten – die Sächsische Schweiz ist eine der aufregendsten Landschaften in Deutschland.

FKK: Steht für Freikörperkultur – und ist richtig deutsch. Der erste FKK-Verein entstand vor 100 Jahren in Essen. Was es hierzulande auch gibt: Nackt kegeln, nackt wandern, nackt Auto fahren – und Nackte en masse in Parks.

Geysir: Der Eifelvulkanismus sorgt dafür, dass in Andernach der höchste Kalkwassergeysir regelmäßig in die Luft schießt – bis zu 60 Meter hoch.

Hamburg: Elbe, Hafen, Alster und 2496 Brücken – mehr als Amsterdam und Venedig zusammen. Weltstadt, Olympia-Bewerber, Reeperbahn – und Övelgönne direkt am Elbstrand.

ICE: Deutschlands Antwort auf Japans Shinkansen rollt seit 1991 durchs Land – manchmal verspätet, zu heiß und mit zu wenigen Sitzplätzen. Aber immer eine Alternative zum PKW.

Jahrmärkte: Zuckerwatte und Bratwurst, Magenbrot und gebrannte Mandeln, Schießbuden und Achterbahnen – Deutschlands zeigt hier ein Gesicht, das in der Tourismus-Werbung nicht vorkommt. Einfach mal wieder einen gezielt besuchen – irgendwo ist immer ein Rummel.

Kölner Dom: 157 Meter hohe Türme, drittgrößte Kathedrale der Welt. Rekordverdächtige Bauzeit: 600 Jahre. Und seit 2007 im Besitz eines besonderen Buntglasfenster – von Gerhard Richter.

Leuchttürme: Meist rot-weiß gestreift, das Fotomotiv Nummer eins an Deutschlands Küsten. Kaum ein Stück Küste, das ohne die malerischen Bauwerke auskommt – in manchen kann man sogar übernachten.

Mosel: Deutschlands schönster Fluss. Hier wächst ein Riesling, der sich gewaschen hat – und die Winzer sind Alpinisten, die an bis zu 68 Grad steilen Berghängen werkeln, in 350 Meter Höhe.

Naturschutzgebiete: Machen in Deutschland mehr als vier Prozent der Gesamtfläche aus – 1 357 742 Hektar warten, verteilt auf 8552 Reservate. Strenge Regeln sorgen dafür, dass hier Ruhe herrscht.

Oktoberfest: 2000 gibt es davon weltweit, etwa in Blumenau (Brasilien), Windhoek (Namibia) oder auch Qingdao (Chiona). Doch das Original in München ist unvergleichlich: Sechs Millionen Touristen warten jährlich darauf, bis oa’zapft is.

Paulskirche: In dem eher schmucklosen Rotundenbau in Frankfurt am Main wurde vor einem verhängten Altar 1848 das erste gesamtdeutsche Parlament einberufen. Ein Jahr später verabschiedete die Nationalversammlung die erste deutsche Verfassung.

Quedlinburg: Seit 1994 Welterbe – mit rund 2000 Fachwerkhäusern aus acht Jahrhunderten. Die 25 000-Einwohner-Stadt im Landkreis Harz ist damit eines der größten Flächendenkmale Deutschlands.

Rennsteig: Beliebtester deutscher Höhenwanderweg. Einst waren die 170 Kilometer von Hörschel bei Eisenach nach Blankenheim an der Werra ein Schnellweg für Boten und Händler. Heute nehmen ihn Ausflügler und Urlauber unter die Sohlen – und schnaufen bis auf 940 Meter Höhe durch den Thüringer Wald.

Schwarzwald: Kuckucksuhr, Kirschtorte, Bollenhut – die roten Kugeln zeigten einst, dass die Trägerin ledig und frei war.
Heute angesagt: Wandern, Wald, Wirtshäuser – und Wein aus der nahen Ortenau. Optimales Ziel für ein perfektes Wochenende.

Teutoburger Wald: Noch ein Wald, aber was für einer – mit duftenden Kiefern, Mooren, blühenden Heiden und Hinkelsteinen wie aus dem Bilderbuch. Und dem 53,46 Meter hohen Hermannsdenkmal – seit seiner Einweihung 1875 die höchste Statue im Land.

Ulmer Münster: Hat den höchsten Kirchturm der Welt, der seit 1890 exakt 161,53 Meter in den Himmel ragt. 768 Stufen führen hinaus – oben sieht man dann schön, was in Ulm und um Ulm herum gerade alles los ist.

Völklinger Hütte: Eisen- und Stahlwerk aus dem Jahr 1873, in dem das Feuer 1986 ausging. Heute Weltkulturerbe und spektakuläre Kulisse für Theaterstücke und Konzerte, Ausstellungen und Installationen, aber auch Heimat vieler Ateliers.

Walhalla: Ruhmeshalle über der Donau bei Regensburg – von Ludwig I. von Bayern 1842 geschaffen. Aktuell umfasst die Sammlung 130 Büsten und 64 Gedenktafeln, die an große Deutsche erinnern – von Bonifatius bis Sophie Scholl.

Xanten: 2000 Jahre alt, damals ein römisches Legionslager. Heute als Luftkurort geschätztes Ausflugsziel – auch wegen seines historischen Zentrums, des Strandbades Xantener Südsee und des Archäologischern Parks, in dessen Amphitheater alljährlich Sommerfestspiele stattfinden.

Yachthäfen: Gibt es fast wie Sand am Meer. 750 existieren in Deutschland, ideale Ausgangspunkte für Törns auf Nord- und Ostsee oder Wasserwanderungen auf Flüssen und Seen.

Zugspitze: Mit amtlichen 2962,02 Metern über Normalnull die höchste Erhebung der Nation. Deutschland muss einem Österreicher dafür danken: Kaiser Franz Joseph verschenkte den Nordteil des Berges inklusive Gipfel – anlässlich seiner Hochzeit 1854 mit Elisabeth („Sisi“) von Bayern.

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3 Kommentare

  • Lynne sagt:

    Ich finde es schön, dass auch das eigene Heimatland nach wie vor als Urlausbziel nicht unattraktiv wird. In den letzten Jahren habe ich durchaus ein wenig überrascht festgestellt, in Richtung eines nicht ganz unbeliebten Fleckchen Deutschlands gezogen zu sein und nun dort leben zu können, wo andere Urlaub machen. Das war ein bisschen wie ein „Aha“-Moment für mich, der mich auch neugierig auf andere Teile des Landes machte.

  • RALPH sagt:

    Ein ganz besonderer Tipp: das Alte Land südlich von Hamburg. Gerade im Frühjahr zur Blütezeit ist dies ein wunderbares Ziel. Man kann mit dem Fahrrad entlang der Elbe bzw. auf den Deichen fahren. Das größte Anbaugebiet für Kirschen und Äpfel in Europa zieht an uns vorbei immer begleitet von Wind und gemütlichen Häuschen mit liebevoll gestalteten Gärten.
    Stade als Ausflugsziel kann ich auch empfehlen. Sehr schöne Altstadt und Plätze zum Verweilen am Kanal.

  • Martin sagt:

    Deutschland hat so viele schöne Flecke, um Urlaub zu machen! Mein Favorit bleibt die Ostsee. Hier kann ich meinem Hobby, dem Angeln, super nachgehen und finde mit Freunden und Familie auch Erholung.

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