Symphonien für die Seele: Deutschlands schönste Festspiele

von Reiseblog Redaktion | mehr Artikel von | 23. April 2015 | Citytrips | Keine Kommentare

Der Sommer naht mit großen Schritten und Unternehmungen draußen sind hoch im Kurs. Wer nach einen kurzem Urlaub zwischendurch sucht und dabei noch eine Auszeit für die Seele einplanen möchte, sollte nicht missen eines der zahlreichen Festspiele zu besuchen.

Wir präsentieren Deutschlands schönste Festspiele, nach Bundesländern alphabetisch geordnet.

Baden-Württemberg

SCHWETZINGEN: Schwetzinger Festspiele vom 25. April bis 30. Mai.: Musik aus England, Frankreich, Irland und Belgien, viel von Robert Schumann – und sogar ein Pantomime, der sich mit einem Barockensemble zusammentut.

JAGSTHAUSEN: Burgfestspiele vom 3. Juni bis 30. August: Natürlich mit dem „Götz von Berlichingen“, gleich an zwölf Abenden – mit Peter Dehler und Walther Plathe. Auf dem Spielplan aber auch „Die Feuerzangenbowle“ oder – morgens für Kinder – „Die kleine Rabe Socke“.

Bayern

FEUCHTWANGEN: Kreuzgangspiele Feuchtwangen vom 17. Mai bis 16. August: Berühmte Schauspieler und berühmte Stücke: Arthur Brauss schlüpft in die Rolle des „Brandner Kaspar“, und Horst Janson mimt den „Eingebildeten Kranken“.

HERRENCHIEMSEE: Herrenchiemsee Festspiele vom 14. bis 16. Juli: „Von fremden Ländern und Menschen“ heißt das Motto, Bach-Kantaten warten, aber auch venezianische und osmanische Musik, Ravels „Schottische Symphonie“ und Mozarts „Musik für Madame Jenamy“.

NÜRNBERG: St. Katharina Open Air vom 19. Juni bis 27. Juli: Soul, Jazz, Blues, Rock – auf der Bühne stehen unter freiem Himmel in malerischer Atmosphäre beispielsweise Jesper Munk, Anna Aaton oder auch „Erdmöbel“ mit ihrem deutschsprachigen Feuilleton-Pop.

OBERSTDORF: Obersdorfer Musiksommer vom 30. Juli bis 15. August: Viel Abwechselung in der Allgäuer Feriengemeinden und an anderen Orten in der Nähe – Symphoniekonzerten sind genauso zu hören wie Kammermusik oder der Knabenchor aus Gütersloh.

Berlin

BERLIN: Berliner Festspiele vom 1. bis 17. Mai: Zehn ausgewählte Inszenierungen – es sind die aktuell besten der deutschsprachigen Bühnen, wie etwa „Baal“ (Residenztheater München) oder „Die Unverheiratete“ (Burgtheater Wien). Im Anschluss an die zweite Vorstellung: Publikumsgespräche dazu.

Brandenburg

POTSDAM: Musikfestspiele Potsdam Sanssouci vom 12. bis 28. Juni: „Musik und Gärten“ heißt das Motto 2015 – ein Festival im Grünen mit vier Operproduktionen, Gartenmusiken und einem „jazzigen Rosenfest für alle Sinne“. Dazu ein „Tag mit Lenné“: Eine klingende Hommage an den größten Landschaftsgestalter seiner Zeit.

Hamburg

HAMBURG: Internationales Sommerfestival vom 5. bis 23. August: Junge Kulturschaffende zeigen, was sie drauf haben – Tanz und Theater, Performances und Installationen, aber auch Konzerte stehen auf dem Programm von Deutschlands größter freien Spiel- und Produktionsstätte, bis 1983 eine Kranfabrik.

Hessen

BAD HERSFELD: Bad Hersfelder Festspiele. 6. Juni bis 20. August. www.bad-hersfelder-festspiele.de: Tolle Stücke wie „Der Zerbrochene Krug“, „Komödie der Irrungen“ oder „Datterich“. Dazu starke Schauspieler – etwa Helen Schneider, Sonja Kirchberger und Mathieu Carrière. Und als Intendant ein ganz großer seines Fachs: Dieter Wedel.

 

OESTRICH-WINKEL: Rheingau Musik Festival vom 27. Juni bis 12. September: Musik und Inspiration der Extraklasse – Wagner und Gypsy-Klänge, Blechbläser und Top-Jazzer, Orgelkonzerte und Philharmoniker. Auch viele große Namen – wie etwa Bob Geldorf und Mario Biondi.

Mecklenburg-Vorpommern

RÜGEN: Störtebeker-Festspiele vom 20. Juni bis 5. September: Theaterstück um den legendenumrankten Seeräuber Klaus Störtebeker – mit 150 Mitwirkenden, 30 Pferden, vier Schiffen, waghalsigen Stunts und vielen Spezialeffekten. Dazu jeden Abend ein Feuerwerk über dem „Großen Jasmunder Bodden“.

Niedersachsen

HANNOVER: Kunstfestspiele Herrenhausen vom 29. Mai bis 14. Juni: Chinas Theaterkunst, Klavierliteratur, Kirchenmusik, meditative Klangräume, ein leerer Raum, in den nach und nach Musiker treten – oder auch Johannes Kreidler, der aktuell den Musikbetrieb aufmischt wie kein anderer. Das Motto heißt „Gegen den Strich“ und ist Programm.

Nordrhein-Westfalen

BONN: Beethovenfest vom 4. September bis 4. Oktober: Beethoven, Chopin, Haydn, Mozart, Liszt, Schumann – die großen alten Meister werden von großen lebenden Künstlern interpretiert, darunter Iván Fischer, Sir András Schiff oder Roman Trekel.

RECKLINGHAUSEN: Ruhrfestspiele vom 1. Mai bis 14. Juni: „A world stage“ (Werbezeile) an unterschiedlichen Spielstätten der Stadt aus dem „Pott“ – darunter zahlreiche Premieren. Das älteste und vielleicht auch größte Theaterfestival Europas zieht jährlich mehr als 80 000 Besucher an.

Rheinland-Pfalz

WORMS: Nibelungenfestspiele vom 31. Juli bis 16. August: Erstmals unter der Leitung von Nico Hofmann, steigt auf der imposanten Freilichtbühne die Uraufführung des Stücks „Gemetzel“ – aus der Feder des Erfolgs-Schriftstellers Albert Ostermeier. Regie: Grimme-Preisträger Thomas Schadt.

Sachsen

DRESDEN: Moritzburg Festival vom 15. bis 30. August: Treffpunkt für Kammermusik-Liebhaber aus aller Welt. Zahlreiche Klassikstars zeigen ihre Können – wie etwa Alessio Bax, Lise de la Salle, Johannes Moser und Lawrence Power. Sechs Spielstätten warten, darunter zwei Schlösser und ein Hangar der Elbe-Flugzeugwerke.

Sachsen-Anhalt

HALLE/SAALE: Händel-Festspiele vom 30. Mai bis 14. Juni: Seine Geburtstadt ehrt ihren größten Sohn an unterschiedlichen Orten mit vielen seiner Werke – darunter „Der Messias“, „Wassermusiken“ und „Lucio Cornelio Silla“, Händels nur zwei Stunden dauernde kürzeste Oper.

Schleswig-Holstein

KIEL: Schleswig-Holstein Musik-Festival vom 11. Juli bis 30. August: Spielstätten sind in der Hauptstadt, aber auch verstreut über das gesamte Bundesland. Es trumpft mit großen Namen auf: Beispielsweise Martin Grubinger, Annett Louisan, Anne-Sophie Mutter und Gregory Porter.

Thüringen

ARNSTADT: Bachsommer vom 6. bis 9. August: Seine Familie war der Stadt eng verbunden, Johann Sebastian Bach arbeitete dort bis 1707 vier Jahre als Organist. 2015 werden vor allem auch Großonkel und Söhne geehrt – allesamt Meister der Motette.

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