San Francisco, die berühmte „City by the Bay“, ist immer wieder eine Reise wert und seit langem eine unserer Lieblingsstädte in den USA. Regelmäßig fahren wir in die schöne Stadt an der Westküste und versuchen jedes Mal etwas Neues zu entdecken.

Stadtrundfahrt San Francisco – mal anders

Unser Tipp: So haben wir uns beim letzten Besuch alternativ zur traditionellen Bay Cruise für eine Kombination einer Stadtrundfahrt zu Land und zu Wasser entschieden. „Ride the Ducks“ heißt die Rundfahrt mit einem Amphibienfahrzeug, das uns zuerst die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Stadt zeigt und sich danach ins Wasser der Bay von San Francisco begibt.

San Francisco Bay. © TCGroup

San Francisco Bay. © TCGroup

igkeiten und berühmten Gebäuden San Franciscos vorbei, z.B. am Union Square, an Chinatown, dem Ghirardelli Square oder der Transamerica Pyramid. Zu Wasser hat man Ausblick auf die City Skyline, die Bay Bridge oder auch den AT&T Ballpark. Im wenig befahrenen Teil der Bay bekommt man zudem die Möglichkeit, das Gefährt zu lenken – und sogar unsere kleine Tochter durfte ans Steuer.

Für Erstbesucher ist die Tour jedoch kein Ersatz zum „normalen“ Bay Cruise, da man dabei nicht an Alcatraz Island vorbei oder unter der GoldenGate Bridge durch fährt. Wenn man die Stadt kennt und etwas Neues unternehmen möchte, ist diese Fahrt aber eine witzige Alternative.

Die Tour beginnt am Fisherman’s Wharf, die ideale Gelegenheit also, sich dort und am berühmten Pier 39 umzusehen. Man kann den Seehunden, die sich im Jahr 1990 am Pier 39 angesiedelt haben, einen Besuch abstatten. Außerdem bietet sich ein schöner Blick auf die Golden Gate Bridge, die Bay Bridge und Alcatraz Island. Der Pier 39 ist ein richtiges Unterhaltungszentrum mit vielen Shoppingmöglichkeiten, diversen Restaurants (z.B. Bubba Gump Shrimp Co.), einem Karussell oder auch dem Aquarium of the Bay u.v.m.

Alcatraz Island

Ein paar Minuten weiter in Richtung Bay Bridge, am Pier 33, fahren die Boote nach Alcatraz Island los. Die sehr interessanten Touren, für die man mindestens 2,5 bis 3 Stunden einplanen sollte, sind sehr beliebt und zu manchen Terminen ausgebucht. Auf der Insel wird man mit einem Audio Gerät ausgestattet, das einen durch das Gefängnis führt, ausführliche Erklärungen bietet und auch Erzählungen von Zeitzeugen enthält. Die Touren werden in mehreren Sprachen angeboten, man kann sich individuell Zeit nehmen und alles so oft ansehen, wie man möchte. Durch die dazu aufgenommenen Hintergrundgeräusche wird das Leben im Gefängnis sehr realistisch dargestellt. Sehr spannend!

Alcatraz Island. © TCGroup

Alcatraz Island. © TCGroup

Lombard Street

Natürlich dürfen bei jedem San Francisco Besuch die Highlights wie die berühmte Lombard Street, Chinatown, Alamo Square oder Telegraph Hill mit dem tollen Ausblick auf die Stadt und die Bucht nicht fehlen. Die Lombard Street ist als kurvenreichste Strasse der Welt bekannt geworden. Es ist für jeden Touristen mit einem Mietwagen ein Muss, diese Straße einmal hinunter zu fahren. Entsprechend lang ist oft die Kolonne an Autos, die darauf warten an die Reihe zu kommen. Aber auch zu Fuss versuchen zahllose Touristen die Lombard Street zu „bezwingen“. Ich denke mir jedes Mal, dass die Anwohner wirklich zu bedauern sind, bei dem Rummel, der hier den ganzen Tag herrscht.

Chinatown in San Francisco

Chinatown ist nicht nur eine der größten Chinatowns in den USA sondern meiner Meinung nach auch eine der Schönsten. Hier lässt es sich ausgezeichnet – und wirklich typisch chinesisch – essen und es gibt auch gute und billige Souvenirs.

Telegraph Hill

Der Telegraph Hill zählt mit dem Coit Tower zu einem berühmten Teil der Skyline von San Francisco. Sowohl vom Telegraph Hill selbst als auch von der Spitze des Coit Tower bietet sich ein großartiger Ausblick auf die Stadt. Die Buslinie 39 fährt in der Nähe vom Fisherman’s Wharf los auf den Telegraph Hill.

Alamo Square

Sehr bekannt und auch ein Markenzeichen für San Francisco sind die viktorianischen Häuser am Alamo Square, die auch „Painted Ladies“ genannt werden. Etwas erhöht gelegen bietet sich vom Park am Alamo Square ein schöner Blick auf die Stadt – ein idealer Platz für ein Picknick oder einfach nur für eine kleine Pause, um die vielen Eindrück der „City by the Bay“ zu verarbeiten.

Golden Gate Bridge

Natürlich bietet San Francisco noch so viel mehr, das wir bei unseren zahlreichen Aufenthalt in der „City by the Bay“ entdecken konnten.
Unser Tipp: Für großartige Fotos der Golden Gate Bridge sind die Marin Headlands, unmittelbar nach Überfahren der Brücke auf der linken Seite, hervorragend geeignet. Eine Straße führt in die Hügel und bietet mehrere Aussichtspunkte und großartige Fotomotive. Am ersten Aussichtspunkt hat man sogar die Möglichkeit über einen kleinen Weg direkt zur Brücke zu spazieren. Je höher man fährt, desto schöner wird die Aussicht auf die Golden Gate Bridge und die San Francisco Skyline. Wir haben bisher keinen anderen Platz gefunden, an dem der Ausblick auf die Stadt so beeindruckend ist, wie von dort oben.

Cable Car Routen und öffentliche Verkehrsmittel

Ein weiteres Highlight bei jedem San Francisco Aufenthalt ist eine Fahrt mit der Cable Car. Es gibt drei verschiedene Routenoptionen: Powell-Hyde, Powell-Mason und California, wobei die ersten beiden Routen am Interessantesten sind, denn sie beginnen in der Nähe vom Fisherman’s Wharf und enden an der Market Street. Die California Route fährt von Ost nach West, vom Finanzbezirk zur Van Ness Avenue. Besonders an der zentralen Wendestelle, an der Market Street, ist die Warteschlange sehr lang. Auch an der Endstelle der Powell-Hyde Linie am Aquatic Park beim Ghirardelli Square ist der Andrang sehr groß.

Unser Tipp: Wir steigen immer an der Endstelle der Powell-Mason Linie ein, die sich in der Bay Street nahe des Fisherman’s Wharf befindet. Hier kann man genauso gut beobachten, wie die Cable Cars gewendet werden, bevor sie zurück ins Stadtzentrum fahren, wie man das in der Market Street kann. Aber vor allem am frühen Vormittag ist hier wenig los. Natürlich empfiehlt sich ein Platz an einer der beiden äußeren Seiten der Cable Car einzunehmen, der Ausblick ist einfach am schönsten, wenn man die steilen Straßen der Stadt hinauf oder hinunter fährt. Eine einfache Fahrt kostet USD 5. Man muss das Ticket nicht unbedingt im Voraus kaufen, sondern bekommt es auch direkt an Bord.

San Francisco. © TCGroup

San Francisco. © TCGroup

Überhaupt ist es in San Francisco empfehlenswerter, sich mit den öffentlichen Verkehrsmittel fortzubewegen. Es gibt kaum Hotels, bei denen Parkmöglichkeiten gratis dabei sind. Die Kosten für einen Stellplatz betragen nicht selten USD 20,- und mehr pro Nacht. Auch die Parkmöglichkeiten sind, wie in jeder Großstadt, eher Mangelware und nirgends kostenlos.

San Francisco ist nicht nur eine Reise wert, sondern mehrere Reisen. Für mich ist die „City by the Bay“ eine der schönsten Städte der Welt und wer mag, kann eine Städtereise San Francisco natürlich auch gut mit einer Rundreise durch Californien kombinieren.