Was reimt sich auf siesta, tapa y paella? España – natürlich! Und wie ihr vielleicht mitbekommen habt, habe ich in den letzten zwei Wochen zwei Highlights Spaniens exklusiv für euch erkundet: Ibiza (#livedabeiaufibiza) und Andalusien (#livedabeiinandalusien)! Und na klar, wie jeder Urlauber der schon mal in Spanien war habe ich mich ziemlich verliebt: Denn in Spanien wird dein Mittagsschläfchen plötzlich eine herrliche siësta am Strand, Kaffee ersetzt du einfach durch sangria und den Regenschirm tauscht du getrost durch einen parasol aus. Si, si! Spanien beeindruckt einfach mit seinen bezaubernden und belebten Costas (nein nicht die Tiefkühlkost!), seinen sonnenüberfluteten Inseln, seiner herrlichen Gastronomie und den atemberaubenden Landschaften. Bestell dir schnell dos cervezas por favor und tauche ein in unsere Analyse von spanischen Klischees, die euch bei jedem Urlaub begegenen! Denn nicht alles in Spanien ist so, wie man es sich als deutscher Tourist vorstellt! ¡Ay caramba

1. Die Spanier lieben ihre  Siesta

Ja, es gibt sie! Auch wenn sie an touristischen Orten immer weniger zu finden ist: Die sagenumwobene Siesta! Also wundert euch nicht, wenn die Geschäfte in Spanien zwischen 14 und 17 Uhr geschlossen sind. Denn die meisten Spanier legen nach dem Mittagessen eine Siesta ein. Diese Tradition kommt vornehmlich in warmen Ländern vor, wo die Arbeitnehmer in den heißesten Stunden des Tages die Arbeit aus den Händen legen (wie wäre es in Zeiten von Klimawandel mit einer weltweiten Siesta?!). In Spanien ist das Thema Siesta sehr heikel: Viele spanische Firmen verpflichten ihre Mitarbeiter, der traditionellen mittäglichen Auszeit ¡Adiós! zu sagen, weil ihnen die langen Öffnungszeiten nicht gefallen.

2. Jeder Spanier hat einen Schnurrbart!

Wer einen Tag irgendwo in Spanien umherwandelt, sieht ihn schnell: Den Schnauzer! Doch warum (um Himmels Willen) sind die sonst doch eigentlich recht attraktiven Spanier auch in Zeiten von Werbung, die nur das beste im Mann hervorholen möchte so verliebt in den Flaum über dem Mund? Als Schutz vor der Sonne? Oder sind sie einfach zu faul, sich zu rasieren? Keine Ahnung! Den auffälligsten Schnurrbart trug natürlich Salvador Dali. Nach eigener Auskunft war sein Schnurrbart die ernsteste Angelegenheit seiner Persönlichkeit. Also gewiss kein Lachobjekt. Die Frauen seien also gewarnt. Einen spanischen Teufelskerl küssen kann leicht mit Hautreizung einhergehen – und nein ich spreche NICHT aus Erfahrung!

3. Die Spanier lieben den Flamenco

Vorsicht! Flamenco, na klar das ist spanisch! Aber genauso wie die Franken nicht gerne als Bayern bezeichnet werden, solltet ihr wissen, dass Flamenco aus dem Süden Spaniens, genauer gesagt Andalusien stammt. Charakteristisch sind die arabischen Einflüsse und der prägnante Rhythmus der Gitarrenmusik. Doch kein Flamenco wäre perfekt ohne den einzigartigen Tanzstil  und die wundervollen Kleider der Tänzer(innen). Denn auch wenn der Tanz auf den ersten Blick ungewöhlich ist, wildes Armwedeln wie eine Windmühle und Stampfen wie ein beleidigtes Kind macht aus euch noch lange keinen Flamenco Tänzer! Erkundigt euch einfach in den örtlichen Bars, wann ein Flamencoabend stattfindet. Für mich der ideale Beginn eines passionierten Abends!

4. Una más! Spanier trinken gern einen, oder zwei oder …

Wer das Leben liebt, fühlt sich in Spanien gleich heimisch. Denn Spanier sind wahre Lebensgenießer. Dem Essen und Trinken mit Freunden und Familie sind sie sehr zugetan (womit sie bei mir gleich einen Stein im Brett haben!). Die ersten Gläser werden also relativ früh herausgeholt. Allerdings gehen die sonst so tempramentvollen Spanier es zunächst ruhig an, indem sie Bier und Wein mit alkoholfreien Getränken verdünnen. Bestellt euch mal einen „Clara“. Diesen Mix aus Bier und 7Up/Sprite trinken sie schon am späten Vormittag. Auch „Tinto de Verano“, ein Mix aus Rotwein und Gaseosa-Limonade, ist  sehr beliebt. Neben diesen Köstlichkeiten trinken Spanier auch gern lokale Biere, Cava, Horchata (ein Getränk aus Valencia auf Basis von Mandeln und Milch) und Sherry. Also an der Auswahl an alkoholischen Getränken scheitert der gemütliche Abend in Spanien bestimmt nicht!

5. Die Spanier lieben Fußball!

Beinahe jede große spanische Stadt hat eine berühmte Fußballmannschaft. Barcelona, Madrid, Valencia und und und. Gefühlt sind die spanischen Vereine in Deutschland auch fast schon so bekannt wie der FC Waldundwiesenclub. Eine Führung durch die Fußballtempel Camp Nou (FC Barcelona) oder Bernabéu (Real Madrid) ist daher für jeden passionierten Fussballfan ein Muss. Der größte Fußballklassiker Spaniens ist El Clásico, das Spiel zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid. Grundsätzlich lässt sich allerdings festhalten, dass die Begeisterung für Fussball auch nicht bei jedem gleich ausgeprägt ist (egal ob Mann oder Frau).

6. Spanier fluchen auf Teufel komm raus!

Wer wie ich zum Beispiel chronisch gegen Gegenstände läuft, weiß, dass einem bestimmte „Schimpfwörter“ manchmal recht schnell rausrutschen. Zwar hat jede Nation einen reichen Schatz an Flüchen, doch den Spaniern das Wasser zu reichen fällt nicht leicht. Erschreckt euch also nicht, wenn euch im Urlaub Worte wie „coño“, „mierda“, „zorra“, „hijo de puta“ oder „joder“ um die Ohren fliegen. Eine Schimpftirade lässt die Spanier völlig kalt, und ob jemand mit anhört, was sie von sich geben, ebenso. Ein lebhaftes Gespräch zwei Tische weiter erreicht dadurch problemlos auch das romantische Candle-Light-Dinner nebenan. Und ein solcher Austausch ist dann oft mit zahlreichen Schimpfworten gespickt. Also vielleicht doch ein paar Ohropax mitnehmen?