Die einen rollen, die anderen falten, und wieder andere knüllen: Beim Thema Packen gehen die Meinungen so auseinander wie bei der Frage, ob man Spaghetti mit oder ohne Öl kochen sollte. Richtig, und wenn sich alle streiten, dann haben wir, als wahre Reiseexperten, natürlich auch eine Meinung  (eines ist sicher, Öl und Spaghetti braucht ihr nicht in den Koffer packen)! Daher haben wir die wichtigsten Fragen zum Thema Kofferpacken an unsere Pack-Experten Michelle und Hanna gestellt. Zwei enthusiastische Urlauberinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten! Denn egal wie viele Packlisten und Ratgeber es gibt, am Ende sind unsere Koffer doch alle unterschiedlich organisiert. Wer das Chaos liebt, weiß aber, dass selbst dort gewisse Grundsätze wichtig sind:

1. Welche Packtechnik kannst du empfehlen?

Michelle: Also bei mir regiert das Tüten-Prinzip. Jeder Gegenstand kommt in eine andere Tüte, damit ich alles leichter finde und nicht ewig im Koffer rumwühlen muss. Sonnencreme kommt in eine Tüte, die Socken kommen in eine andere.

Also bei mir regiert das Tüten-Prinzip!

Hanna: Let’s roll it! Egal ob im Backpacker-Rucksack oder im Rollkoffer, alles was ich mitnehme wird nicht zusammen gelegt, sondern gerollt. So hat man einfach am meisten Platz im Koffer – die Lücken zwischen den Klamotten fülle ich dann nämlich mit Schuhen, Kabeln und Co..

Wir halten fest: Auch wenn die knitterfreiere Rolltechnik immer mehr die Stapeltechnik ablöst, grundsätzlich solltet ihr vor allem darauf achten, dass für 14 Tage Urlaub keine 35 Outfits nötig sind.

 

2. Wie lange vor dem Urlaub fängst du an zu packen?

Hanna: Ähm – am Tag der Abreise! Ein bisschen Hektik kann ja nicht schaden – ich packe meine Koffer so seit mehr als zehn Jahren und etwas Wichtiges habe ich noch nie vergessen!

Michelle: In meinem Kopf geht alles mindestens ein paar Wochen vor der eigentlichen Reise los: Natürlich muss eine Liste her mit allen Dingen, die ich unbedingt einpacken sollte. Die Liste wird dann ständig ergänzt, weil mir immer noch weiter Dinge einfallen, da ich natürlich an jedes mögliche Szenario denke, dass auf meiner Reise passieren könnte. Gepackt wird dann zwei bis drei Tage vor der Abreise.

Wir halten fest: Solange ihr an die wichtigsten Dinge (Reisepass, Impfungen, Tickets, Geld und Co.) gedacht habt, gibt es keinen falschen oder richtigen Zeitpunkt, um mit dem Packen anzufangen. Hauptsache der Koffer ist voll, wenn es losgeht! 

 

3. Wie viele Outfits packst du für 7 Tage Urlaub ein?

Michelle: Wie viele Outfits ich insgesamt einpacke, lässt sich schwer sagen, aber es sind auf jeden Fall mehr als genug. Und was natürlich auch nicht fehlen darf, ist Waschmittel. Denn egal ob in Spanien oder Griechenland – Tomatensoße gibt es überall und mein weißes T-Shirt scheint sich super mit Essen dieser Art zu verstehen. Also, wenn alle Stricke reißen und alle Klamotten schmutzig sind, habe ich trotzdem eine Lösung.

Hanna: Sagen wir es mal so: Wenn ich aus dem Urlaub zurück komme, habe ich meistens noch ein „paar“ Outfits übrig!

Wir halten fest: Ihr könnt den Koffer nicht mehr selbst hochheben? Dann solltet ihr vielleicht ein paar Jeans rausnehmen!

 

4. Wie bereitest du dich auf Notfälle im Urlaub vor?

Michelle: Das Wichtigste ist natürlich meine Reiseapotheke. Hier muss mein halber Medizinschrank mit, ich könnte ja schließlich überraschend krank werden (und Apotheken gibt es im Ausland (oder meinem Kopf) ja nicht). Von Halsschmerztabletten über Fieberthermometer bis hin zu Globolis aller Art ist hier alles vorhanden. Und zusätzlich zur großen Reiseapotheke landet in meinem Koffer auch immer ein kleines 1. Hilfe-Set für den Notfall. Da kann sich jede Grippe warm anziehen!

Hanna: Ich lade mein Handy auf und checke meine Auslandskrankenversicherung! Ein 1. Hilfe-Set habe ich auch, aber da müsste ich mal wieder die Ablaufdaten checken.

Wir halten fest: Ferne Länder, andere Krankheiten: Egal ob 1. Hilfe, Impfungen oder Auslandskrankenversicherung – informiert euch über die wichtigen Gesundheits-Vorkehrungen!

 

5. Wie sieht’s mit Übergepäck aus?

Hanna: In dem Bereich bin ich zugegebenermaßen ein „Grenzgänger“: Ich stehe auch schon mal zu vollbepackt am Flughafen. Nur leider wirkt das nette Lächeln bei den Airlines heute nicht mehr so gut wie früher! Aber gut, aus diesen Last-Minute Umpack-Aktionen am Flughafen lernt man.

Michelle: Bisher hatte ich noch nie so viel Gepäck, dass ich einen Aufpreis zahlen musste. Kurz vor Abreise wiege ich meinen Koffer zu Hause nochmal und wenn ich dann doch zu viel eingepackt habe, schmeiße ich gefühlt die Hälfte wieder raus – das ist wirklich der schlimmste Moment beim Packen. Denn ich muss ja auch noch darauf achten, dass 1-2 kg Puffer übrig bleibt, ich will ja im Urlaub einkaufen!

Wir halten fest: Ihr habt einen Flug mit Freigepäck gebucht? Dann stellt den Koffer auf die Waage, bevor es los geht. Übergepäck kann sonst teuer werden!

 

6. Bist du für alle Wetterlagen gewappnet?

Michelle: Wettertechnisch bin ich auf alles vorbereitet. Das wohl wichtigste Hilfsmittel ist die Sonnencreme für mich: Mindestens vier Tuben sind für mich ein absolutes Muss. Bei meiner empfindlichen Haut muss ich mich gefühlt alle drei Minuten eincremen, damit ich nicht rot wie ein Krebs werde. Zwei Tuben würden hier sicherlich auch reichen, aber auch hier gilt für mich das Motto „Viel hilft viel“. Sehr wichtig ist natürlich auch eine Regenjacke. Es KÖNNTE ja doch mal sein, dass es im Sommerurlaub am Mittelmeer regnet und dann muss ich natürlich vorbereitet sein. Was muss, das muss.

Hanna: Ob ich im Sommerurlaub nass werde, das ist mir ziemlich egal, in Flip Flops merkt man das eh kaum. Aber wenn es in die Kälte geht, nehme ich lieber drei Pullis zu viel mit (meine Freunde kennen mich auch als „Mimimi“ kälteempfindlich).

Wir halten fest: Wenn in Deutschland Sommer ist, dann ist es sonst auch im Rest der Welt warm?! Nix da, informiert euch lieber vor dem Urlaub (oder der Buchung), wie das Wetter in eurem Reiseziel typischerweise zu eurer Reisezeit ist.

 

7. Wie sehr bereitest du dich auf den Urlaubsablauf vor?

Hanna: Spontanität ist da meine Devise: Ich habe dank Instagram und Co. immer bestimmte Ziele vor Augen, die ich unbedingt sehen will – aber wie ich dort hinkomme, das plane ich immer erst vor Ort. Und manchmal bin ich sogar so planlos, dass ich nur für ein paar Tage ein Hotel buche und spontan weiter sehe, wo es mir danach gefällt! Ich packe den Reiseführer also schon ein – aber gelesen wird er frühstens im Flugzeug (und das auch nur, wenn das Filmangebot mal wieder schrecklich ist)!

Michelle: Ich würde mal behaupten, es gibt fast niemanden, der sich intensiver auf eine Reise vorbereitet als ich. Schon bevor ich einen Urlaub buche, schaue ich mir Bilder der Umgebung im Internet oder im Reiseführer an. Gibt es genug Restaurants in der Umgebung? Wie sieht der Strand aus? Was genau ich dann vor Ort unternehme, beschließe ich aber doch erst im Urlaub. Egal wie intensiv man sich vorher alles anschaut – in „Echt“ sieht dann doch alles nochmal ganz anders aus.

Wir halten fest: Euer Urlaub gehört euch – macht was immer ihr wollt daraus! Helfen kann euch aber garantiert der Neckermann Reisen Travelguide.