Sightseeing zum Nulltarif: Wo Attraktionen nichts kosten

von | mehr Artikel von | 19. Mai 2015 | Citytrips | Keine Kommentare

Sehenswürdigkeiten reißen schnell Löcher in die Reisekasse. Doch es gibt weltweit zahlreiche Attraktionen, die kein Geld kosten. In Berlin beispielsweise bietet der Besucherdienst des Deutschen Bundestages täglich Führungen durch das Reichstagsgebäude und die Glaskuppel zum Nulltarif an – inklusive Stopp im Parlament. Auch die East Side Gallery, der von Künstlern nach der Wiedervereinigung gestaltete Rest der Berliner Mauer, lässt sich gratis besichtigen. Ebenso wie das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, das Alliiertenmuseum oder das Mies van der Rohe Haus in Hohenschönhausen, das letzte von dem weltberühmten Architekten in Deutschland entworfene Wohnhaus.

In London zeigt Tate Modern Kunst von Stars wie Warhol oder Picasso, ohne dafür Geld zu nehmen – Besucher werden jedoch gebeten, einen Obolus in die Spendenbox zu werfen. Sonderausstellungen sind allerdings gebührenpflichtig. Und auch der Besuch des legendären British Museums gestaltet sich gratis – mit seinen mehr als sieben Millionen Exponaten.

In Frankreichs Metropole wiederum stehen gleich zwölf Museen – darunter das Museum für moderne Kunst der Stadt Paris, das Maison de Balzac und das Petit Palais – Besuchern kostenfrei offen, ebenso wie die Wallfahrtskirche Sacré-Coeur in Montmartre, wo man einen atemberaubenden Blick auf Paris genießt. Auch der Eintritt in das andere berühmte Gotteshaus Notre-Dame auf der Île-de-la-cité kostet nichts, wer allerdings die 269 Meter hohen Türme besteigt, zahlt acht Euro. Es gibt aber eine Ausnahme: EU-Bürger unter 27 Jahren dürfen zum Nulltarif hinauf.

Sacre Coeur

In Barcelona ist zwar ein Besuch des von Antoni Gaudi gestalteten Parc Güell mit seinen vielen Mosaiken umsonst. Doch das berühmteste Werk des Architekten, längst das Wahrzeichen der Stadt, nicht: Für die über Spenden finanzierte Sagrada Familia – der Bau der jährlich von zwei Millionen Menschen besuchten Kirche wurde 1882 begonnen und soll 2026 abgeschlossen sein – wird eine Eintrittsgebühr in Höhe von 16 Euro fällig. Gratis hingegen jeden ersten Sonntag im Monat: Das Nationalmuseum für katalanische Kunst mit seiner Sammlung romanischer Fresken.

Auch Rom wirbt mit Sehenswürdigkeiten, die das Ferienbudget nicht belasten – darunter das Museo Storico della Liberazione, das an die Gräueltaten und Befreiung von der Nazi-Herrschaft erinnert, oder die Galleria Nazionale di San Luca mit ihrer einzigartigen Sammlung von Portraits aus mehreren Jahrhunderten. Am letzten Sonntag im Monat öffnet sich sogar eine der größten Attraktionen der Ewigen Stadt zum Nulltarif: Dann kommt man gratis in die Vatikanischen Museen hinein – und ist keine 16 Euro los.

Gleich vier Museen öffnen in Wien ihre Tore, ohne von Besuchern etwas zu nehmen: MUSA, Bezirksmuseum, Geldmuseum sowie die Kunsthalle am Karlsplatz, weitere sieben – darunter das Haydnhaus, das Römermuseum und das Uhrenmuseum – werben mit freiem Eintritt an jedem ersten Sonntag eines Museum.

Selbst in New York, wo der Dollar unerbittlich regiert, kosten einige Sehenswürdigkeiten keinen Cent: Wie etwa die Fahrt mit der Staten Island Ferry, die einen grandiosen Blick auf die Skyline und die Freiheitsstatue beschert – oder die Brooklyn Bridge, die rund um die Uhr ein Erlebnis ist. Auch ein Besuch der größten Wertpapierbörse der Welt geht nicht ins Geld: Die New York Stock Exchange hat eine Galerie, die einen Gratis-Blick auf das Börsenparkett zulässt.

Auch zahlreiche Museen gewähren freien Eintritt, darunter das Guggenheim Museum Soho, das National Museum of the American Indian oder The Museum at The Fashion Institute of Technology. Ebenso gibt es Attraktionen, die an bestimmten Tagen die Kassenhäuschen erst gar nicht aufmachen – wie etwa der Brooklyn Botanic Garden mit freiem Eintritt jeden Dienstag oder auch das weltberühmte Museum of Modern Art, das freitags zwischen 16 und 20 Uhr von Besuchern nichts nimmt.

Was sind Eure Tipps für Sightseeing zum Nulltarif?

Stefanie D.

Stefanie D. [User]

Online Redakteurin / Content Marketing bei Thomas Cook / Neckermann Reisen
Seit 2009 bei Thomas Cook Als Pressereferentin habe ich vier Jahre lang Journalisten für unsere Marken und Produkte begeistert. Seit Oktober 2013 bin ich Online-Redakteurin und für Content-Marketing zuständig. Privat reise ich am liebsten unabhängig, auch gerne an´s andere Ende der Welt. Die Kamera stets im Gepäck, bin ich immer darauf aus meine Eindrücke festzuhalten. Meine letzten Reisen führten mich per Shinkansen durch Japan, mit Tricycle über so manche philippinische Insel, per Inselhopping habe ich die Kykladen erkundet und zuletzt zu Fuß den Kilimandscharo bestiegen. Privat blogge ich unter: http://smile4travel.de/
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