Reiseziel Drehort: Viele Filmsets lohnen einen Besuch

von Reiseblog Redaktion | mehr Artikel von | 19. Februar 2015 | Citytrips, Familien, Rundreisen, Strandurlaub | Keine Kommentare

Ob Western oder Weltraumsaga: Gute Filme werden meist vor interessanten Kulissen gedreht – die selbst eine Reise lohnen.
Bestes Beispiel: Matmata im Süden Tunesiens. George Lucas machte diesen Teil der Sahara mit seinem Sciene-Fiction-Märchen „Star Wars“ 1977 weltberühmt: Seitdem kommen auch Touristen in Scharen, um Luke Skywalkers Wohnstatt, eine Höhle im Boden mit Zimmern und Werkstätten, zu besuchen.

Die alten Berber-Behausungen sind nicht die einzigen, die Lucas als Kulisse für seine Blockbuster nutzte: Auch die verlassene Felsenstadt Petra in Jordanien diente ihm als Produzent des dritten „Indiana Jones“-Abenteuers als dankbare Kulisse. Auch Regisseur David Lean wollte dort sein später Oscar-prämiertes Werk „Lawrence von Arabien“ in Szene setzen – doch aufgrund fehlender Genehmigungen und hoher Kosten wechselte die Filmcrew in die spanische Wüste nach Almeria und doubelte dort den Originalschauplatz der Geschichte um den britischen Offizier Thomas Edwards Lawrence.

In dieser unwirtlichen Landschaft Andalusiens lassen sich Leute vom Film immer wieder blicken. Sergio Leone drehte dort seinen Klassiker „Spiel mir das Lied vom Tod“ und weitere Spaghetti-Western, Bully Herbig setzte hier seine Komödie „Der Schuh des Manitou“ in Szene, und Altmeister Stanley Kubrick installierte in der spanischen Einöde seine Mondlandschaft für Szenen aus dem Klassiker „2001: Odyssee im Weltraum“.

Auch die Kanaren werden von Filmteams hoch geschätzt: Pedro Almodovar drehte auf Lanzarote mit Penelopé Cruz „Zerrissene Umarmungen“ und Liam Neesen stapfte als Zeus im „Kampf der Titanen“ durch die kalte Kulisse von Teneriffas Teide Nationalpark.

TFS_KF_061205_0665 Teneriffa. Teide National Park.

Tipp: Die örtliche Tourismusbehörde hat sogar eine eigene Themenroute zu den Schauplätzen aufgelegt, die jeder Besucher ablaufen kann.

Weltweit Drehort Nummer eins aber ist New York: Unzählige Filme entstanden hier. In Erinnerung von Millionen Touristen blieb vor allem „Sex & The City“ – heute kann man auf einer besonderen Route den Spuren von Samantha, Carrie & Co folgen und streift dabei mehr als 40 Locations aus der Kult-Serie.

Noch ohne Tour für Touristen kommt ein anderes Traumziel der Deutschen aus: Dubai. Das Emirat am Persischen Golf schrieb dennoch bereits Filmgeschichte: In „Mission Impossible 4“ arbeitet sich Tom Cruise als Geheimagent Ethan Hunt an der Fassade des höchsten Gebäudes der Welt ab. Fans des Films können es ihm nachtun: Im „At the Top“-Besucherzentrum in der 124. Etage des Burj Khalifa werden sie per Blue Box-Aufnahme in ein Foto retuschiert – und können so den Lieben daheim ihre Freeclimber-Qualitäten demonstrieren.

Burj Khalifa. Downtown Dubai.

Aber auch viele Zeichentrickfilme orientieren sich an realen Kulissen. In den Walt Disney-Filmen jagen Katzen, Ratten und Mäuse gerne durch die Metropolen dieser Welt – wie etwa in „Ratatouille“, wo sich die Ratte Remis als Kochlehrling in der Pariser Rue des Halles vor Mäusefallen und Ungezieferköder fürchtet. Oder vom Dach des Restaurants sehnsüchtig zum Eiffelturm auf der anderen Seite der Seine schaut.

Ebenso spielt die französische Metropole in „Aristocats“ die Hauptrolle – und da vor allem Montmatre, das zu den Klängen des jazzenden Katers O’Malley lebendig wird. Grandios auch die die Wiedergabe der Details im mit einigen Oscars ausgezeichneten Meisterwerk „Der Glöckner von Notre-Dame“: Viele Bauteile des Gotischen Bauwerks sehen aus wie echt – wie etwa die steinernen Wasserspeier.

Natürlich spielt auch London eine Hauptrolle: In „Basil der Mäusedetektiv“ ermitteln die Hauptdarsteller quer durch die britische Hauptstadt – Houses of Parliament und Tower Bridge gehören zum Revier von Basil und Dr. Wasdenn, und im Uhrenturm von Big Ben kommt es zum Showdown mit Bösewicht Professor Rattenzahn.

Tower Bridge.

Auch Deutschland gab Ideen. Nach einem Besuch von Schloss Neuschwanstein 1959 wusste die Filmcrew, wie das Schloss von „Dornröschen“ auszusehen hat. Und nicht nur das: Die Vorstellung des bayerischen Königs Ludwig II., wie eine richtige Ritterburg aus dem Mittelalter auszusehen hat, dient seit damals als Blaupause für die Märchenschlösser in den von jährlich Millionen Touristen besuchten Disney-Themenparks.

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