Oktoberfest in München - Wo übernachten, feiern & essen?

von Andre B. | mehr Artikel von | 30. September 2013 | Citytrips | Keine Kommentare

Etwa 8 Millionen Maß, 500.000 Brathendl, 130 Schausteller und gerade mal 104.000 Sitzplätze für rund 6 Millionen Besucher – das Oktoberfest in München ist längst zu einem weltweit bekannten und beliebten Fest geworden und doch hat es seinen Charme nie verloren. In diesen Tagen wo selbst Saupreißen (Schimpfwort für alle Nichtbayern) die bayrische Tracht ausführen und die Wirtsfrauen wieder all Ihre Kraft unter Beweis stellen und bis zu 10 Maß durch die Zelte tragen (Leer wiegt ein Maß rund 1,2 Kilo, voll über zwei Kilo), kommen bei Wiesn-Neulingen so manche Fragen auf: Trägt man eigentlich die Dirndelschelife rechts oder links? Wie komme ich ins Zelt? Warum darf man nach 12h keine Weißwürste mehr essen? Woher kommt eigentlich der Brauch?

Der Ursprung der Wiesen liegt in einer königlichen Hochzeitsfeier am 17. Oktober 1810 von König Ludwig I. und Prinzessin Therese. Therese ist der Namensgeber für den Festplatz, die „Theresien Wiese“. Damals sollte ein Pferderennen abgehalten werden, was sich später vergrößern sollte und zur Tradition wurde. 1850 gab es dann wieder etwas zu betrinken: Die Enthüllung der Bavaria. 1881 dann die Geburtsstunde der ersten Hendlbraterei. Heute ist es das größte Volksfest der Welt und zieht jährlich rund sechs Millionen Besucher an.

Heute bieten 14 große und 21 kleine Zelte alles an was den Wiesenbesucher erfreut. Neben Bier, Hendl und Radi gibt es auch traditionell Weißwürste. Diese darf man nach dem Brauch übrigens nicht nach 12h essen… Warum? Aus einer Zeit vor der Erfindung der Kühltechnik stammt die Empfehlung, Weißwürste dürften das Mittagsläuten um 12 Uhr nicht hören. Sie wären dann nämlich nicht mehr für den Verzehr geeignet. Heute werden die Würste vorgebrüht und können den ganzen Tag verspeist werden. An Sitzplätzen sieht es mau aus. Tische muss man meist ein Jahr im Voraus anmieten („Nach den Wiesn ist vor den Wiesen“). Unter der Woche hat man früh Morgens jedoch gute Chance einen Platz zu ergattern. Einen Platz im Hofbräu-Festzelt oder im Käfer’s wird auf dem Oktoberfest sehr schwer.

Oktoberfest München

Oktoberfest München

Meine Zelt-Empfehlungen:

Hacker-Festzelt
Hier fühlt man sich wohl. Von Wolken und Sternen umgeben und mit einer kühlen Maß in der Hand, fühlt sich so mancher tatsächlich wie im „Himmel der Bayern“.

Armbrustschützenzelt
Geselligkeit und Gaudi sind in diesem Zelt garantiert, und das liegt auch oder erst recht am süffigen Paulaner Bier.

Dirndlschleifen – rechts oder links? Ein kleiner Tipp für alle Frauen, die zur Wiesn ein Dirndl tragen möchten: Beim Binden der Schürze ist es nicht egal, ob sie auf der linken oder der rechten Seite zusammengebunden wird! Knoten auf der rechten Seite  bedeutet, dass Sie nicht mehr zu haben bzw. verheiratet sind. Ein Knoten auf der linken Seite hingegen signalisiert: „Ich bin noch frei.“

Die Fragen aller Fragen ist jedoch: „Wo schlafe ich?“ Natürlich ist es keine gute Idee nach dem Oktoberfest noch in das Auto zu steigen. Allein der Gedanke daran ist strafbar. Da jedoch alle Hotels in der Innenstadt ausbucht oder unbezahlbar sind, empfehle ich sich in einem Hotel außerhalb der Stadt einzunisten um dann mit der Bahn zu den Wiesen zu kommen. Geeignete Hotels finden Sie am Olympiapark, am Englischen Garten oder in Schwabing.

Hier einige Ausdrücke, die Sie kennen sollten:

Griasgood / Griasdi – Guten Tag / Grüß dich

Griaseichgood miteinand – Grüß Gott zusammen

Deaf I? / Ealaums? – Darf ich? / Erlauben Sie?

Is da no frei? – Ist hier noch frei?

Schmaizler – Schnupftabak

Stamperl – Gläschen Schnaps

Ha? – Wie bitte?

Host mi? – Hast du mich verstanden?

Ja, mi leggst am Oarsch! / Ja, do legst di nieda! – Donnerwetter! (Ausruf des Erstaunens)

Aff / Depp / Hirsch – Nicht als Beleidigung zu verstehen; herzlicher Umgangston

Saupreiß – Saupreuße (Schimpfwort für alle Nichtbayern)

De hod Hoiz vor da Hüttn – Die hat eine große Oberweite

Schleich di – Verschwinde!

Servus, Pfiat di und viel Spaß auf den Wiesn!

Andre B.

Andre B. [Mitarbeiter]

Marketing Manager bei Thomas Cook AG
Nach meinem dualen Studium BWL Tourismus und einem spannenden Auslandssemester auf Hawaii arbeite ich nun im Marketing der Thomas Cook AG. Gemeinsam mit meinen Kollegen versuche ich Euch jeden Tag zu inspirieren und ein Stück Urlaubsfreude weiterzugeben. Meine Hobbies: Reisen, Bloggen, Kochen, Sport.
Andre B.
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