Namibia Rundreise: Highlight Etosha Nationalpark

von Anita S. | mehr Artikel von | 28. August 2014 | Rundreisen | Keine Kommentare

5. Tag Namibia Rundreise: Swakopmund & Etosha Nationalpark

von Stefanie Krone (Reisebuero am Marktkauf) und Christiane Raeder (Reisebuero Christe)

Nach dem Frühstück im „Deutschen Haus“ ging es gestärkt noch einmal nach Swakopmund in die Stadt, wo letzte Erledigungen gemacht werden konnten. Über der Stadt hing dichter Nebel. Punkt 9 Uhr saßen wir alle im Bus und es ging los auf der asphaltierten B2 Richtung Norden zum heutigen Ziel Etosha National Park. Wir hatten eine Strecke von ca. 520 km vor uns.

Langsam kämpfte sich auch die Sonne durch. Linker Hand lag der Rössingberg mit 726 m Höhe und rechts fuhren wir entlang der Eisenbahnlinie, die nach Windhoek führt. Dann sahen wir nach einiger Zeit von weitem die Kleine und die Große Spitzkoppe. Links vor uns lag das weite Damaraland mit seinen Erongo Bergen, wo sich Felsmalereien der San (Buschmänner) befinden. Unter anderem die Phillips-Grotte mit der berühmten Felsmalerei White Lady (etwa 2.000 bis 4.000 Jahre alt).

Um 10:45 Uhr erreichten wir Usakos am Fuße der Erongo-Berge liegend mit seinen 5.000 Einwohnern, hauptsächlich Damara (gehören zu den ältesten Bewohnern Namibias). Am Ortseingang stoppten wir kurz beim NamibOasis Farmstall, wo wir Biltong probieren und kaufen konnten. Biltong ist luftgetrocknetes Fleisch von Rind, Zebra, Strauß oder Antilope, welches hier gerne als Snack auf Reisen gegessen wird.

Je weiter wir gen Norden fuhren, desto grüner wurde es. Wir kamen durch die Stadt Karibib, vor deren Ortseingang eine Goldmiene liegt. Die Stadt hat 3.500 Einwohner, von denen die meisten Mienenarbeiter sind. Hier ging es auf die C33 nach Omaruru. Die Landschaft wurde immer grüner mit hohen Akazienbüschen und Bäumen.

Omaruru mit seinen 500 Einwohnern (die meisten Hereros) erreichten wir um 12.30 Uhr. Eine ehemals deutsche Stadt, was man noch deutlich an den Gebäuden und Straßen­schil­dern erkennen kann. Hier fuhren wir zur Kristall Kellerei, wo wir zu einem Mittagessen im wunderschönen Garten unter schattigen Bäumen einkehrten. Es gab eine Weinprobe mit dem hier hergestellten Weiß- und Rotwein, dazu selbstgebackenes Brot, eine Platte mit Käse, Wurst vom Zebra, Rind und Oryx, Kudu-Fleischbällchen, selbstgemachtes Chutney und Dips, zum Dessert frische Grapefruits. Danach machten wir einen Rundgang durch den Wein­garten und das Kaktusfeigenfeld mit Erklärungen zur Destille und der Weinherstellung. Abschließend gab es eine Schnapsprobe mit den hier gebrannten Bränden: NAPPA (eine Art Grappa), MATISA (Kaktusfeige-Brand) und LUMELA (Brand aus CorkyMonkey Orange).

Um 14.30 Uhr führte uns unsere Namibia Rundreise durch Kalkfeld, ein kleines Dorf dessen Häuser aus Kuhdung und Termitenhügelsand gebaut werden und wo hauptsächlich Nama leben (typisch für ihre Sprache sind die Klicklaute). Auf der Schotterpiste B63 ging es in Richtung Outjo. Da es hier viel feuchter ist als im Süden, ist die Vegetation deutlich intensiver und grüner, daher gibt es hier auch viele Rinderfarmen und etliche Warzenschweine waren am Straßenrand zu sehen.

Dann ging es die nun wieder asphaltierte C38 hoch durch Outjo, wo ca. 7.000 bis 8.000 Menschen leben, von denen viele Deutsche, Afrikaner und Himba (Nomaden) sind. Outjo ist die letzte große Stadt vor dem Eingangstor, dem Anderson Gate, zum Etosha National Park. Noch ca. 100 km durch immer grüner werdende Landschaft. Um 17.30 Uhr passierten wir das Anderson Gate (Eintritt NS 80 pro Person/Tag und NS 10 pro Auto/Tag). Nun waren es noch 17 km zu unserem Ziel, dem Okaukuejo Camp. Nach 2 km der erste Elefant.

Im Dunkeln erreichten wir das Okaukuejo Camp, welches direkt im Etosha National Park liegt. Etosha bedeutet „Der große weiße Platz“, wegen der riesigen Salzpfanne, die im Herzen des Parks liegt.

Nachdem wir eingecheckt hatten, gab es als Überraschung ein wundervolles Privat-Barbecue für uns im Garten des Camps an einem eingedeckten Tisch mit Kerzenlicht. Gegrillt wurde Fleisch von der Antilope, Lamm und Rinderwürstchen, es gab das hier in Namibia typische „Schwarzenessen“ PAP (eine Art Pollenta) mit Tomaten-Zwiebel-Sauce und leckere Salate. Zwischendurch schlichen ein paar Hyänen in einiger Entfernung um unsere Tafel herum, die aber wieder verschwanden, als sie merkten, dass sie nicht bekamen.

Gut gesättigt nach einem abschließendem Dessert, welches aus frischem Obstsalat und vorzüglichem Möhrenkuchen bestand, kam das Highlight des Tages: die ersten Tierbeob­achtungen am Wasserloch des Camps.

Als wir ankamen, trank gerade ein Nashorn, welches aber kurz darauf verschwand. Es herrschte eine wundervolle Ruhe und Stille hier am Loch und alle saßen gespannt und wartend, was als nächstes geschieht. Nach kurzer Zeit kamen erst eine Giraffe, dann kurz darauf die zweite, sehr vorsichtig zum Wasserloch. Darauf folgte Mama Nashorn mit ihrem Kleinen. Dieser Anblick war schon sehr faszinierend. Aus weiter Ferne vernahmen wir das Tröten von Elefanten. Plötzlich tauchten dann wirklich zwei Elefanten aus der Dunkelheit auf und näherten sich ebenfalls dem Wasserloch. Sie tröteten die Nashörner, die sofort wichen, zur Seite und fingen an zu trinken. Es war ein Bild für die Götter und unvergesslich, diese sechs Tiere so friedlich versammelt zu beobachten. Ein Bild, welches man nicht so schnell vergisst!!!

Um 23 Uhr machten wir uns dann auf dem Heimweg, da es doch sehr kalt wurde. Glückselig mit den Bildern vom Wasserloch und todmüde fielen wir in unsere warmen Betten mit großer Vorfreude auf den kommenden Tag!!!

6. Tag Etosha Nationalpark

von Yasmin Kleinert (Air Namibia) und Andrea Sturtzkopf (Droste Reisen)

Unsere Abfahrt begannen wir um 7.00 Uhr in Form einer Pirschfahrt in zwei offenen Landrovern mit unseren Guides Edward und Ismael im Okaukuejo Camp. Bereits um 8.00 Uhr stießen wir auf eine prachtvolle Löwenmama und ihr Rudel mit weiteren elf Löwenjungen.“Big Mama“ entfernte sich von den Jungtieren, um auf die Jagd zu gehen; darauf kamen nach und nach mehr Junge aus Ihrem Versteck. Der Nachzügler der Gruppe hatte eine Art Kordel in seinem Maul und animierte seinen Bruder zum Spielen.

Das zweite Highlight unserer Tour folgte zugleich in Form einer Giraffe, die an einem Akazienbaum fraß. Zwischendurch erspähten wir etliche Zebras, Springböcke, Gnus, Oryxe, zwei Sekretäre, Singhabichte, Schakale, Kudus und Strauße, die allerdings weiter entfernt waren. Danach sichteten wir einen Elefanten unter einem Baum (im Schatten) – kurz darauf kamen drei weitere dazu, die sogar an die Autos herankamen und für uns posierten – ein Elefant überquerte die Straße zwischen unseren Landrovern. Wir stoppten im Halali Camp im Moringa Restaurant um 13 Uhr zum Lunch.

Ab 14:15 Uhr brachten uns unsere Guides zu einem Wasserloch, an dem wir Zebras und ein Nashorn entdeckten, das sich uns zweifarbig präsentierte (weiß/grau), da es sich vorher im Schlamm suhlte, was wir leider nicht beobachten konnten. Auch das Nashorn ließ sich von unseren Autos nicht stören und fraß tüchtig an den Akazien-büschen in unmittelbarer Nähe.

Am beeindruckenden Etosha View Point nutzen wir die Gelegenheit ein Gruppenfoto zu schießen und wir bestaunten die Weite der Pfanne; einige nahmen sogar Erdproben mit.Weit entfernt in den Bäumen konnten wir einen weißen Elefanten sehen – ein erdverkrustetes Gnu aus der Nähe. Nach so vielen Highlights des Vormittages genossen wir erst einmal den inzwischen nicht mehr so kalten Fahrtwind. Zum Ende unserer imposanten Tour entdeckten wir nochmals einen hungrigen Elefanten hinter einem großen Baum, der sich wiederum von uns Beobachtern nicht stören ließ.

Wir besichtigten das TaleniEtoshaVillage und staunten, was es für Einrichtungsmöglichkeiten gibt (Toilette in freier Natur, nur durch dünne Äste als Sichtschutz begrenzt); zu jedem Objekt gehört eine offene Außenküche und ein Grill. Die letzte Überraschung des Tages war dann die tolle Nachricht, dass man uns in der Etosha Safari Lodge statt im Safari Camp für eine Nacht beherbergen würde, was die ganze Gruppe sehr erfreute. Kurze Zeit zum Frischmachen und Bekanntschaftmachen mit den „Stinkkäfern“ in unseren Zimmern – der unangenehme Duft verblieb auf den Fingern bei Berührung. Bei einem Aperitif am Feuer und einem nett gedeckten Tisch ließen wir diesen wundervollen Tag ausklingen.

Anita S.
Mit Leib & Seele arbeite ich im Thomas Cook Trainings-Center. Zu meinem Aufgabenbereich gehört die Schulung von Reisebüro-Mitarbeitern in Präsenzseminaren und E-Learnings. Ein Highlight meiner Tätigkeit ist die Begleitung von Seminarreisen, denn in der touristischen Welt ist es absolut wichtig, produktbezogen immer auf dem aktuellsten Stand zu sein.
Anita S.
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