Namibia Rundreise: Swakopmund und Hafenstadt Walvis Bay

von Anita S. | mehr Artikel von | 22. August 2014 | Rundreisen | Keine Kommentare

3. Tag Namibia Rundreise: Namibwüste & Swakopmund

von Julia Bickl (Reisebuero Christe) und Jaroslava Christ (Zentour):

Um 5:30 Uhr klopfte der Weckdienst. Noch schnell frühstücken und schon ging es los. Abfahrt war um 7:00 Uhr in Richtung Swakopmund. Nach einer kurzen Fahrt haben wir bereits die ersten Strauße gesehen. Gegen 8:30 Uhr kamen wir am „TropicofCapricorn“ (Wendekreis des Steinbocks) an, die südlichste Breite, an der die Sonne zur Sonnenwende direkt draufstrahlt. Das wilde und trockene Land wird von ausgetrockneten Flussläufen durchzogen, die sich nach heftigen Regenfällen jedoch in einen reißenden Fluss verwandeln.

Weiter geht es vorbei am Kuiseb Canyon, ø 20 m breit und bis zu 200 Meter tief. Bekannt wurde der Canyon durch das Buch „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“, geschrieben von den deutschen Geologen Henno Martin und Hermann Korn. Um als Deutsche während des 2. Weltkrieges nicht interniert zu werden, flohen sie zusammen mit ihrem Hund in den Kuiseb Canyon. Mehrere Jahre lebten sie hier unter schweren Bedingungen in Hitze und Einsamkeit und erforschten die geologischen Formationen.

Ca. 10 km später sahen wir mitten auf der Straße `gefühlt 100 Springböcke‘, die uns irritiert anstarrten. Auf der langen Weiterfahrt in Richtung Swakopmund kamen wir an beeindruckenden Landschaften vorbei, manchmal fühlten wir uns wie in einer Mondlandschaft, dann überraschten uns die großen Köcherbäume. Die San (Buschmänner) nutzten die ausgehöhlten Äste, welche sie als Köcher für ihre Jagdpfeile verwendeten. Auf der Weiterfahrt sahen wir dann unsere erste Zebraherde.

Nach weiteren vier Stunden Fahrt erreichten wir die Hafenstadt Walvis Bay (mit 61.300 Einwohnern auf einer Fläche von 32,5 km² die drittgrößte Stadt des Landes). Die Stadt wächst stetig, was nicht nur an der florierenden Fischindustrie und der Produktion von Meersalz liegt, sondern auch am wachsenden Tourismus. In der nahen Zukunft soll hier sogar ein internationaler Flughafen gebaut werden. Das landschaftliche Highlight von Walvis Bay ist die Lagune, das wichtigste Feuchtgebiet im südli-chen Afrika, mit unzähligen Flamingos, Pelikanen und anderen Seevögeln.

Das angenehm milde Küstenklima macht die Stadt und Umgebung vor allem während der Monate Oktober bis März zu einem beliebten Ziel am Südatlantik, auch wenn die Wassertemperatur als Folge des aus der Antarktis kommenden kalten Benguela-Stroms kaum über 20 °C steigt.

Gegen 12:00 Uhr erreichten wir Swakopmund, ca. 30 km nördlich von Walvis Bay. Trotz der Nähe zur heißen Namib ist das Klima hier oftmals mild, berühmt für seine häufig auftretenden Nebelbänke. Am Strand gibt es den sehr markanten Leuchtturm sowie ein Schwimmbad. Die gemütlichen Fachwerkhäuser Swakopmunds und die Strandpromenade im Kolonialstil erinnern uns an ein deutsches Seebad an der Ostsee. Die alte Landungsbrücke, bei den Einheimischen „Old Jetty“ genannt, ist eines der Wahrzeichen von Swakopmund, ein beliebter Platz für Angler, ein empfehlenswertes Restaurant gibt es dort ebenfalls. Unsere erste Besichtigung haben wir im Hansa Hotel, 1905 von einem deutschen Ehepaar gegründet. Es hat 60 Zimmer, im Innenhof einen schön angelegten Garten, der zum Verweilen einlädt. Ein Doppelzimmer zu unserem Reisetermin kostet hier 68 Euro pro Person.

Ca. 5 Minuten Fahrtzeit weiter steht das Swakopmund Hotel & Entertainment. Dieses Hotel war ursprünglich ein Bahnhof, welcher 1994 zum Hotel mit Casino umgebaut wurde. Zwei Straßen weiter befindet sich unser Hotel für die nächsten zwei Nächte, das Deutsche Haus. Auch dieses Hotel ist im deutschen Stil eingerichtet, die Zimmer sind recht groß und zweckmäßig eingerichtet. Das Restaurant erinnert uns an eine typische Gaststube in Deutschland. Auch die Bar erinnert an ein Stückchen Heimat. Das Personal und auch unser ‚endlich gefundener Theo‘ sind sehr bemüht, unsere Wünsche zu erfüllen.

Nachdem wir uns alle frisch gemacht haben, entschlossen wir uns in mehreren Gruppen die Stadt zu besichtigen und ein wenig shoppen zu gehen. An einigen Boutiquen und interessanten deutschen Straßenschildern wie „Kaiser-Wilhelm-Straße“ vorbei, wurden einige aus der Gruppe fündig und die ersten Giraffen kamen ins Handgepäck. Über die große Hauptstraße „Sam Nujoma Ave.“ hinunter, vorbei an zahlreichen Cafés, u.a. dem Café Anton in dem wir zum Mittagessen deutsche Hausmannskost (Bratwurst, Sauerkraut, Fleischkäse, Kartoffelsalat) genießen konnten, vorbei an der deutschen Privatschule geht es zum Strand. Hier ist das Meer sehr unruhig und kalt. Nicht weit entfernt befindet sich der Leuchtturm (schönes Aussichtsrestaurant), welcher zu Fuß schnell erreicht war. Gegenüber sahen wir einen kleinen Handwerkermarkt, dessen Verkäufer schon von weitem durch Zurufen auf sich aufmerksam machten. Wir liefen an den auf dem Boden sitzenden Himba Frauen vorbei, die uns ihre selbstgemachten Armbänder verkauften wollten. Für ein Foto möchten die Frauen ca. 100 Namibische Dollar ( ca. 7 Euro). Wer versucht sie heimlich zu fotografieren, kann mit einer verbalen Attacke rechnen. Auf dem Handwerkermarkt ließen uns die Verkäufer nicht aus den Augen. Einer nach dem Anderen zog uns an seinen Stand heran, um seine Souvenirs zu verkaufen. Von Ketten und Armbändern, über Teller und Salatbesteck bis hin zu 2 m hohen Figuren war alles dabei. Auch hier haben einige etwas Passendes gefunden, denn die Preise sind unschlagbar günstig. Zurück im Hotel machten wir uns fertig für das Abendessen. Nach einem kleinen Absacker in der typisch deutschen Hotelkneipe, ging es müde und zufrieden ins Bett.

4. Tag Katamaran Tour Walvis Bay, Action & Adrenalin

von Petra Stratmann (Flugboerse) und Jennifer Giersbach (rtk Reisen)

Vierter Tag unserer Namibia Rundreise ist ein Tag mit vielen Highlights… Auf dem Programm für den Vormittag stand eine Katamaran Tour durch die Lagune der Walvis Bay, der Nachmittag stand ganz im Zeichen von Action und Adrenalin. Wir starteten morgens gegen 8:00 Uhr bei frischen Temperaturen und Nebel von unserem Hotel in Swakopmund Richtung Walvis Bay. Pünktlich zur Abfahrt des Bootes gegen 9:00 Uhr hat sich der Nebel verzogen und die Sonne begleitete uns den ganzen Tag.

Vorbei an der zehn Kilometer langen Landzunge, die den natürlichen Hafen der Walvis Bay bildet fuhren wir hinaus. Schnell bekamen wir Besuch von einer Robbe und Pelikanen an Bord, die von unserem Boot und den leckeren Fischhappen unseres Guides angelockt wurden. Einige von uns gingen sogar auf Tuchfühlung mit der stattlichen Robbe, das war natürlich viele Fotos wert. Ab und an sah man in der Umgebung des Bootes die Flossen von Delfinen aufblitzen, da hieß es schnell sein für ein Foto. Wir stoppten vor verschiedenen Robbenkolonien, von denen insgesamt mehr als 30.000 Robben auf den Sandbänken der Walvis Bay leben. Auf der Rückfahrt wurden wir mit Sekt, frischen Austern und Fingerfood verwöhnt. Eine rundherum perfekte Tour, die wir auch Gästen wärmstens empfehlen können.

Der Nachmittag war zur freien Verfügung geplant, wobei sich drei Gruppen zu verschiedenen Aktivitäten zusammenschlossen. Einige haben sich für einen 1 ½ stündigen Rundflug über die Gegend um Swakopmund entschieden, andere waren 1 ½ Std. mit dem Quad Bike durch die Wüste unterwegs und zwei ganz Mutige haben sich einen Fallschirmsprung aus 3.000 Metern getraut. Für jeden Einzelnen waren es absolut tolle Erlebnisse. Von dem Rundflug und der Quad Tour werden wir nun näher berichten…

Rundflug über die Forbidden Coast

Wir wurden gegen 13:45 in Swakopmund abgeholt und nachdem die Formalitäten im Büro erledigt waren, ging es zum Flugplatz. Gegen 15 Uhr hoben wir dann mit unserer kleinen Cessna ab. Die Tour nennt sich Forbidden Coast und führt von Swakopmund über die Mondlandschaft südlich runter bis über die Dünen der Namibwüste hinweg. Nach ca. 45 Minuten drehte der Pilot gen Norden ab und flog über das Eduard Bohlen Schiffswrack und das Shawnee Schiffswrack entlang der Küste Richtung Swakopmund zurück. Hierbei sahen wir auch die „Long Wall“, die „Sandwich Küste“ und sind über viele Robbenkolonien und Flamingos hinweg geflogen. Gegen 16:30 Uhr landeten wir völlig fasziniert von den Eindrücken wieder auf dem Flugplatz. Aus der Luft wird einem die absolute Weite und große Distanz des Landes noch mal richtig bewusst.

Quad-Tour durch die Namib-Wüste

Mein Nachmittag stand ganz im Zeichen von Spaß! Wir hatten uns zu viert zu einer 1 ½ stündigen Quad Tour angemeldet. Sicher mit Helm ausgestattet und nach einer kurzen Einweisung ging es auch direkt los in die Weite der Namib Wüste. Mit unserem Guide Ben sind wir die Dünen hoch und runter gefahren, teilweise ging es ordentlich bergab und kostete schon leichte Überwindung die Dünen so runter zu fahren. Die Tücken des Fahrens im Sand, besonders bergauf, hat jeder von uns mindestens einmal zu spüren bekommen, indem wir uns festgefahren hatten. Aber aller Anfang ist schwer, und zum Ende hin hatten alle den Dreh raus und wir sind mit ordentlich Tempo durch die wunderschöne Namib Wüste gefahren. Pünktlich zu Beginn des Sonnenuntergangs ein kleiner Fotostopp auf der Düne und dann ging es für uns auch, sandig, doch ein wenig durchgefroren, aber begeistert zurück.

Pünktlich zum Abendessen um 19:00 Uhr versammelten sich alle wohlbehalten und glücklich in der Hotel Lobby zur gemeinsamen Abfahrt in eines der „angesagtesten Restaurants“ von Swakopmund, das „Kückis Pub“. An einer toll gedeckten, langen Tafel ließen wir dann im Séparée den Abend mit leckerem Essen und Getränken ausklingen. Wieder ein Tag voller toller Erlebnisse auf dieser wunderbaren Namibia Rundreise.

Anita S.
Mit Leib & Seele arbeite ich im Thomas Cook Trainings-Center. Zu meinem Aufgabenbereich gehört die Schulung von Reisebüro-Mitarbeitern in Präsenzseminaren und E-Learnings. Ein Highlight meiner Tätigkeit ist die Begleitung von Seminarreisen, denn in der touristischen Welt ist es absolut wichtig, produktbezogen immer auf dem aktuellsten Stand zu sein.
Anita S.
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