Die Stadt auf sieben Hügeln: City Guide Lissabon

von Caro K. | mehr Artikel von | 3. August 2015 | Citytrips | Keine Kommentare

Lissabon – die Stadt meiner Träume. Nach einem Tagesauflug im Jahr 2009 ging dieser Ort mir einfach nicht mehr aus dem Kopf – und so kam es, dass ich 2014 drei Monate dort verbracht habe. Obwohl manche Menschen die Stadt als „heruntergekommen“ bezeichnen würde, ist es genau das, was meiner Meinung nach ihren Charme ausmacht. Die vielen kleinen Gassen führen ins Herz der „lieblichen Bucht“ und die alten Gebäude gehören ebenso zur Stadt wie die gelben Straßenbahnen. Lissabon eignet sich gut für einen Kurztrip, da alles recht nah beieinander liegt. Möchte man allerdings auch mal einen Tag am Strand verbringen oder die Umgebung kennen lernen, würde ich eher eine Woche empfehlen.

Das Wetter und Klima ist meist ab April schon sehr stabil mit blauem Himmel und über 20 Grad. Allerdings kann es wochenweise auch mal etwas regnen, Garantie gibt es wie immer keine. Allerdings ist so ein Trip nichts für „Lauffaule“ – da die Stadt der Legende nach auf sieben Hügeln erbaut wurde, muss man die ein oder andere Steigung auf sich nehmen. Doch eines kann ich versprechen: Ist man einmal oben angekommen, ist die Aussicht gigantisch.


Verkehrssystem

Das U-Bahn Netzwerk ist simpel und besteht aus vier Linien: der roten, der grünen, der gelben und der blauen. Eine Fahrt kostet € 2,40 und innerhalb der Schranken kann man beliebig oft umsteigen. Nachts fahren sie bis 1:00 Uhr, morgens ab 6:30 Uhr. Tipp: Keine Tageskarten kaufen! Diese sind meist teurer als Einzelfahrten. Die Automaten sind auch auf Englisch bedienbar, die grünen Fahrkarten kann man immer wieder aufladen.


Die schönsten Plätze in der Stadt

Rossio: Das ist der zentralste Platz in der Altstadt. Mit seinen zwei Brunnen vor dem Nationaltheater eignet er sich besonders gut als Treffpunkt.

IMG_20140517_160934253_HDR

Rossio

Praca de Comercio: Hier ist man direkt am Ufer des Tejo, man kann auf den Treppen am Wasser sitzen und die Meeresbrise genießen.

Bairro Alto: Das Bairro Alto ist ein Viertel voller Bars. Dort geht es zu wie auf einem Straßenfest – nur jeden Tag. Da Lissabon die Erasmushauptstadt Nummer 1 ist, trifft man schnelle eine Menge Leute aus allen Ecken der Erde.


Sehenswürdigkeiten in Lissabon

Castelo de Sao Jorge

Die wohl bekannteste Schlossruine Portugals. Oben auf einem Berg steht sie, unmöglich zu verfehlen. Im oberen Teil der Stadt, der immer noch zum historischen Zentrum gehört, findet man viele Souvenirshops und Cafés. Einen Besuch ist das Castelo auf jeden Fall wert, denn vor allem der Ausblick ist atemberaubend.

Torre de Belem

Belem ein Stadtteil Lissabons, der etwas außerhalb liegt. Jedoch ist man in ca. 20 Minuten mit Bus oder Straßenbahn (Linie 15 -> Alges) dort. In Belem befindet sich außerdem das Kloster der Jeronimos, das sehr beeindruckend ist. Die Parkanlage mit Fontänen lädt zum Spazieren oder Ausruhen ein, am Wasser kann man wunderbar langlaufen. Der „Turm von Belem“ sieht aus wie eine kleine Burg, er sollte das Erste sein, das man vom Meer aus sieht, wenn man nach Lissabon fährt.

Das Expo-Gelände

Hier sieht alles neu aus. Der Anlass war die Weltausstellung 1998, seitdem wächst und wächst das modernste Viertel Lissabons. Steigt man an der U-Bahnhaltestelle Oriente aus (rote Linie in Richtung Flughafen), „muss“ man erst mal ein Einkaufszentrum durchqueren. Dahinter befindet sich eine wunderschöne Parkanlage direkt am Fluss, von wo man auch die Vasco da Gama-Brücke sehen kann. Auch das Ozenarium befindet sich hier am Flussufer.

Lissabon_Expo-Gelände

Elevador de Santa Justa

Ein Aufzug mitten in Lissabon – Er verbindet die Stadtteile Baixa (Unterstadt) und Chiado (Oberstadt) miteinander. 45 Meter ist der Turm aus Stahl hoch, reich verziert im neugotischen Stil. Viele Touristen stehen tagsüber hier in der Mittagshitze schlange, deswegen würde ich einen Besuch erst am ca. 18 Uhr raten.


Essen & Trinken in Lissabon

Für Fischliebhaber ist Lissabon aufgrund seiner Nähe zum Meer natürlich ein Paradies. Nicht nur der Bacalhau (Stockfisch) ist eine landestypische Spezialität. Auch die Nachspeisen sind erstklassig! Pasteis de Nata, die kleinen Puddingpasteten, sollte man auf jeden Fall einmal probiert haben. Die Besten gibt es in Belem (->Pasteis de Belem). Natürlich geht auch nichts über einen Portwein oder Ginjinha, das ist ein süßes Kirschlikör. Den portugiesischen Kaffee, (der für uns als Espresso bekannt ist), kann man überall auf den Miradouros genießen.


Interessante Orte – die Jagd auf die Miradouros

Wie bereits erwähnt, ist Lissabon eine Stadt mit vielen Hügeln, von denen die Aussicht über die Dächer, den Fluss Tejo und die Brücke „Ponte de 25 Abril“ grandios ist. In der ganzen Stadt finden sich extra angelegte Aussichtspunkte, die Miradouros. Mir persönlich war es jedes Mal absolut die Mühe wert, die Steigung auf mich zu nehmen, stundenlang konnte ich auf die Stadt hinuntersehen.

Lissabon Rio Tejo

Rio Tejo

 


Umgebung & Strände:

Mit dem Zug kann man leicht aus Lissabon heraus und die Umgebung erkunden. Die andere Seite der Brücke ist auf jeden Fall einen Besuch wert, hier warten tolle Strände und in Setubal kann man Delfintouren mit dem Katamaran machen. Unbedingt sollte man auch Sintra besuchen, wenn man etwas länger Zeit hat, das ist eine Stadt etwas weiter im Westen, die man in ca. 40 min mit dem Zug erreichen kann, mit einem Märchenpalast sowie anderen Sehenswürdigkeiten (Quinta da Regaleira, Castelo dos Mouros). Von Estoril kann man an einer Strandpromenade bis zur kleinen Hafenstadt Cascais laufen, das ist auf jeden Fall auch eine schöne Möglichkeit, einen Tag zu verbringen.

Lissabon Umgebung

Praia da Ursa (Strand der Bärin)

 

Caro K.

Caro K. [Mitarbeiter]

Caro K.

Neueste Beiträge von Caro K. (Mehr anzeigen)

Caro K.
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Bewertungen, durchschnittlich mit 5,00 von 5 Sternen bewertet)
Loading...

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.