Ich kann bei Dir sein wer ich bin.
Völlig bedingungslos und frei.
Du bist eine Umarmung und das Fundament meines Fernwehs.

Zuhause.
Das ist morgens beim ersten Kaffee den Frühling durch die Balkontür hereinlassen, dem Wind dabei zuschauen, wie er leise den Vorhang bewegt, während die Schallplatte ihre Runden dreht und die Melodien durch die eigenen vier Wände schweben.
Zuhause.
Das sind zweimal vier Pfoten, die mich schnurrend und maunzend durch den Tag begleiten und mich an der Tür begrüßen.
Zuhause.
Das ist mein Ruhepol zum Kreativ werden, wo Gedanken wachsen dürfen und Pläne geschmiedet werden.
Sich Zuhause fühlen.
Das war ein langer Prozess bis zu diesem Gedanken.

Zuhause.
Du bist eine Umarmung und das Fundament meines Fernwehs.
Du bist Bedingung meines Heimkehrens und dein Sein die Kraft für neue Reisen.
Bei Dir kann ich aufatmen, Kraft schöpfen für die Fremde und das Neue.
Erinnerungen an Städte ferner Länder verarbeiten und Pläne schmieden.
Ohne dein Fundament wäre ein Reisen nicht möglich, denn sie bedarf eines Heimkehrens, eines sicheren Hafens, einen Punkt zum Verankern.
Zum Ankommen und Ruhe finden, damit ich gehen kann.


Wenn das Fernweh für einen Moment gestillt ist, ist Heimkehren wie Urlaub; eine Wohltat und Aufatmen zugleich.
Zuhause.
Das ist Retrospektive meiner Reisen und nur dadurch gegebene Möglichkeit auf erneutes Fernweh.

Zuhause.
Das sind nicht nur die vier Wände um mich herum.
Zuhause.
Ist eine Umarmung am Flughafen. Mit Hochheben.
Das erste und so bekannte Grinsen, das mich begrüßt.
Ein „Hallo, Du.“

Zuhause das ist.
Wo ich sein kann, wer ich bin.
Ein Flug über den Heimathafen zur Begrüßung – das ist, wenn mein Herz bei aller Müdigkeit hüpft und beim „Moin“ das Grinsen breit wird.
In den Straßen meiner Stadt untertauchen und schlendern,
dabei Geschichten zu den Menschen hinter schönen Häuserfassaden ausmalen,
ein stiller Beobachter und Zuhörer der Wellen am Elbstrand,
im Café an der Ecke Wortfetzen aufschnappen,
mit Freunden Pläne schmieden und auch schweigen,
auf der Elphi die Schiffe am Horizont immer kleiner werden sehen und sich fragen, wohin sie wohl reisen.
Abends mit dem ersten Eis im Jahr, die Sonne dabei betrachten,
wie sie die Kräne golden färbt.
Hafenverabredungen – das ist Zuhause. Durch und durch.
Zuhause sind auch Wohnzimmerabende bei Freunden, wenn man gemeinsam kocht,
Wo wir uns austauschen über die Ferne und all das.
Darüber, was eben so Zuhause passiert, wenn die Ferne mich ruft.


Heimkehren.
Das ist.
Mehr als nur ein Wort, in seinem Wert kaum zu beschreiben und erst durch die Ferne so beständig und reich.
Zuhause.
Das ist das Gefühl, angekommen zu sein.
Durch und Durch.