Jahreswechsel im Februar: Chinesisches Neujahr und Big Party in Little China

von | mehr Artikel von | 19. Januar 2015 | Citytrips | Keine Kommentare

Bald ist es wieder so weit: China feiert Neujahr. Auch die 40 Millionen Chinesen, die außerhalb des Mutterlandes leben, lassen es am 19. Februar richtig krachen. Die Festivitäten dauern 15 Tage – bis zum Laternenfest erwarten Chinatowns in aller Welt Millionen Touristen.

Viel besucht im Jahr des Schafes und der Ziege ist beispielsweise Bangkok. Das erste China-Viertel dort entstand um 1780 in Samphang Thawong. Der Mittelpunkt ist die zentrale Straße Yaowarat – in der geschwungenen Form eines Drachen, was von den Händlern als glückliches Zeichen gewertet wird.

 

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Tipp: Unbedingt irgendwo einkehren. Man speist fast überall bestens, auch wenn sich die Speisenkarten meist nicht entziffern lassen.

Mit rund 80 000 Einwohnern ist San Franciscos 1850 gegründete Chinatown zwar weder die älteste noch die größte – aber bei weitem die bekannteste weltweit und eine der größten Touristenattraktion der kalifornischen Stadt. Besonders während der Neujahrsparade: Dann wälzt sich, begleitet vom Getöse von mehr als 600 000 Knallern, ein 60 Meter langer roter Drachen vor zehntausenden von Zuschauern durch die bunt geschmückten Straßen. Englisch ist in den 24 Blocks zwischen Powell Street und Nob Hill dann Fremdsprache – wer sich verständigen will, hat am besten ein paar Brocken Mandarin oder Kantonesisch parat.

Die größte Chinatown außerhalb Asiens aber wartet in New York: Mehr als 300 000 Chinesen leben dort. Die Einwohner des Big Apple und ihre Besucher schätzen vor allem die exzellenten Einkaufsmöglichkeiten und günstigen Restaurants. Doch Achtung: Nur etwa 55 Prozent der Bewohner des New Yorker Chinatowns sprechen auch Englisch. Höhepunkt des Neujahrfestes ist die große Parade mit Löwen- und Drachentanz in der Mott Street.

New York China Town

 

Äußerst sehenswert auch Chinatown im kanadischen Vancouver: Viele kleine Lädchen und Lokale warten – aber auch der erste traditionelle chinesische Garten, der außerhalb Asiens angelegt wurde. Rund 100 000 Chinesen leben in der Stadt, meist Nachfahren von Goldgräbern und Arbeitern, die einst die Trasse für die Canadian Pacific Railways durch das unwirtliche Land schlugen.

Auch in Europa existieren zahlreiche Chinesen-Viertel – wie etwa das von Amsterdam, das allerdings eher multiethnisch bevölkert ist. Aufgrund der kolonialen Vergangenheit der Niederlande teilen sich die Chinesen ihr Quartier in Zeedijk mit Indern, Indonesiern, Thais, Vietnamesen und Afrikanern. Eine Attraktion ist der He-Hua-Tempel als größtes Mahayana-Buddhismus-Kloster Europas. Umzüge und Feuerwerk starten zu Neujahr am Nieuwmarkt.

Europas größte Chinatown erstreckt sich in Paris – mit rund 200 000 Einwohnern. Genau genommen ist das Quartier asiatique im 13. Arrondissement aber genau wie jenes von Amsterdam ein Vielvölker-Viertel mit Einwohnern aus den ehemaligen französischen Kolonien in Asien und Afrika. Daneben gibt es auch noch im dritten und 19. Arrondissement kleinere Chinatowns. Der große Festumzug steigt zwischen der Port de Choisy und Tolbiac.

Schließlich hat auch London eine besonders attraktive Chinatown: Sie liegt südlich der Shaftesbury Avenue, die Soho von Picadilly nach Nordosten durchquert. Das erste Viertel der Londoner Chinesen lag allerdings im East End und kam durch Opiumhöhlen und miese Baracken in Verruf, fiel dann aber deutschen Fliegerbomben im Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Daraufhin wurde die Gegend rund um Lisle Street und Gerrard Street Londons neue Chinatown – zuerst ein Zentrum des organisierten Verbrechens, heute jedoch längst ein schillerndes In-Viertel mit klasse Kneipen, guten Restaurants und tollen Musiklokalen.

Stefanie D.

Stefanie D. [User]

Online Redakteurin / Content Marketing bei Thomas Cook / Neckermann Reisen
Seit 2009 bei Thomas Cook Als Pressereferentin habe ich vier Jahre lang Journalisten für unsere Marken und Produkte begeistert. Seit Oktober 2013 bin ich Online-Redakteurin und für Content-Marketing zuständig. Privat reise ich am liebsten unabhängig, auch gerne an´s andere Ende der Welt. Die Kamera stets im Gepäck, bin ich immer darauf aus meine Eindrücke festzuhalten. Meine letzten Reisen führten mich per Shinkansen durch Japan, mit Tricycle über so manche philippinische Insel, per Inselhopping habe ich die Kykladen erkundet und zuletzt zu Fuß den Kilimandscharo bestiegen. Privat blogge ich unter: http://smile4travel.de/
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