Airline-Spott: Die Spitznamen der Fluggesellschaften

von Reiseblog Redaktion | mehr Artikel von | 30. Juli 2015 | Citytrips, Rundreisen, Strandurlaub | Keine Kommentare

Auch Fluggesellschaften haben Spitznamen. Manchmal erneuern sie sich im Laufe der Zeit, andere haben Jahrzehnte Bestand. Zumeist werden die Funny names – auf Englisch oder auch Deutsch gebildet aus den Buchstaben des Firmennamens – vom Personal der Airlines ersonnen, manche stammen aber auch von Passagieren. Auf jeden Fall: Sie zu goutieren, braucht es mitunter viel Humor, der manchmal auch überstrapaziert wird.

Österreichs AUA beispielsweise wird gerne als „Absolutely unnecessary airline“ („absolut unnötige Fluglinie“) verunglimpft, und auch Alitalia lebt schon länger mit der boshaften Zeile „Always late in take off and late in arrival“ („stets zu spät bei Abflug und Landung“) – eine Unterstellung, die jahrelang auch Hapag-Lloyd („Hapag late“), heute als TUIfly unterwegs, vorauseilte. Ebenso muss sich Mexikos Aeromexico traditionell als „Aero may be“ Anspielungen auf ihre Pünktlichkeit gefallen lassen.

Israels El Al („Entführer landen als Leichen“) wiederum verdankt ihren Nickname den unerbittlichen „Sky Marshals“ an Bord – und den weltweit wohl schärfsten Sicherheitsvorkehrungen. Makaber der Spitzname der größten niederländischen Gesellschaft: Seit im März 1977 zwei Jumbos von Panam und KLM auf Teneriffa kollidierten, steht KLM für „Keiner lebt mehr“. Bei der größten zivilen Flugzeugkatastrophe im März 1977 starben 583 Menschen.

Immer wieder geht es auch um das Thema Nummer eins. Bei Lufthansa („Let us fiddle the hostess as no steward available“) etwa müht sich der Wortwitz derb um den Wunsch männlicher Bordkräfte, „der Stewardess näher zu kommen, sofern kein Steward verfügbar ist“ – was als jugendfreie Übersetzung dem Sinn vielleicht am nächsten kommt.

Ebenso zielt bei Australiens Qantas („Queers and nancies travel as stewards“, „Schwule und Ungezogene reisen als Stewards“) der Spott auf das männliche Kabinenpersonal, wogegen bei der größten skandinavischen Airline die Zuordnung zum Geschlecht nicht eindeutig geklärt ist. SAS steht für „Sex after service“ – „Sex nach dem Service“.

 

Klar ist das dagegen bei Hongkongs Cathay („Come and touch hostess and yawn“, „lang die Stewardess an, und du gähnst“) oder Brasiliens einstigen Stolz der Luftfahrt: Varig, inzwischen im Billigflieger Gol aufgegangen, stand unter Airlinern für „Virgins are rare in Guanabara“ – ein Hinweis darauf, dass Jungfrauen an Rios Strand eher selten sind.

Schon vor ihrem Konkurs 2001 trug die belgische Sabena ein Ulk-Akronym, das danach noch mehr Airliner zum Schmunzeln anregte: „Such a bloody experience never again“ – „nie wieder eine solche verdammte Erfahrung“. Auch die karibische BMWI („Baggae wandering in Africa“, „Gepäck ist irgendwo in Afrika unterwegs“) ist längst Vergangenheit ebenso wie Griechenlands Olympic Airways, deren Nachfolgegesell Olympic Air aber weiter den gleichen Spitznamen trägt, der damals wie heute auf die Probleme des Landes zielt: „Olympic likes your money cash“, „Olympic mag Ihr Geld am liebsten bar“.

Ums Geld geht es auch bei Air Canada („Air costly“, „teure Airline“), während bei Korean Airlines („Kaput already“, „schon wieder kaputt“) die Techniker veralbert werden. Eindeutig auch die Zuordnung für Pakistans PIA („Please infom Allah“, „bitte Allah informieren“), China Airlines („Choose another“, „wähle eine andere“) oder Portugals TAP („Take a parachute“, „nimm einen Fallschirm mit“).

Natürlich gibt es auch positive Nicknames: Indonesiens Garuda beispielsweise trägt einen – „Good and reliable under dutch administration“, „gut und zuverlässig unter holländischer Verwaltung“.

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