Agraffe, Pax, Valet Parking: Tourismusbegriffe leicht erklärt

von Reiseblog Redaktion | mehr Artikel von | 10. August 2015 | Strandurlaub | Keine Kommentare

Sommelier und Semmelier, Canapé und Kanapee: Der Fachjargon des Tourismus ist voll fremder Vokabeln. Wer sie kennt, findet sich im Urlaub besser zurecht.

A wie Agraffe: In Brehms Tierleben nicht zu finden. Feiner Drahtkorb, der bei Champagnern den Korken sichert.

B wie Barista: Kein Fußballstar aus Italien – Kaffeeexperte, der in guten Bars den Espresso oder Cappuccino zubereitet.

C wie Canapé: Nicht zu verwechseln mit dem Kanapee (Sofa) – kleine und meist köstlich belegte Appetitschnittchen.

D wie Dekantieren: Abgießen von Wein in eine Karaffe, um Rückstände los zu werden – auch Suppen oder Saucen werden so behandelt.

E wie Englischer Service: Essen wird auf einem Beistelltisch angerichtet – beim französischen Service wiederum bedienen sich alle Gäste von einer in der Tischmitte platzierten Platte.

F wie Full American Plan: Kurz FAP, nichts anders als die gute alte Vollpension.

Paar Dinner

G wie Grandlit: Bett mit durchgängiger Matratze, mindestens 135 Zentimeter breit – ausgeschlafene Pärchen ordern es bereits bei der Buchung.

H wie Hausdame: Jemand ganz anderes als die Dame des Hauses – Executive housekeeper, meist Frauen, schauen danach, ob im Hotel alles sauber und ordentlich ist.

I wie Interkulturelle Kompetenz: Fähigkeit, das Verhalten der Menschen im Zielland richtig zu interpretieren – und mit dem eigenen Verhalten, so wie es von den Bereisten wahrgenommen wird, abzustimmen.

J wie Juniorsuite: Etwas größer als ein normales Zimmer, besteht meist aber auch nur aus einem Raum. Wird gerne guten Gästen als Upgrading (siehe U) angeboten.

K wie King-Size-Bett: Größer als das Grandlit (siehe G), misst es mindestens zwei mal zwei Meter – und steht in einem King Room.

King size bed

L wie Luftkrankheit (engl. Air sickness, Aviator’s desease): Ausgelöst durch Reizungen des Gleichgewichtsorgans – verleiht Spucktüten ihre Daseinsberechtigung.

M wie Menage: Kommt von Menagerie (Tiergehege) – Begriff für Tischset, im dem sich Zucker und Salz oder Essig, Öl und Gewürze befinden.

N wie No show: Heißt nicht, dass die abendliche Animationsveranstaltung ausfällt – ein No show ist ein gebuchter Gast, der nicht erscheint.

O wie Open Bar: Feinste Form, Gäste vom Hotel zu überzeugen – alle Getränke, die im Zimmer oder in der Minibar stehen, sind frei.

Tenerife Ving

P wie Pax: Hat nichts mit dem katholischen Friedensgruß „Paxvobiscum“ („Friede sei mit euch!“) zu tun – Fachbegriff für Gast, mit Ursprung im Telexverkehr.

Q wie Queue: Weder Düsseldorfs Prachtstraße, noch ein Billardstock – steht für Warteschlange.

R wie Rack rate: Zahlt nur, wer sich nicht auskennt – offizieller Zimmerpreis, der im Schrank aushängt und von Hoteliers allenfalls an Messetagen zu realisieren ist.

S wie Sommelier: Weinkellner, der für Einkauf, Lagerung, Erstellung der Weinkarte und Beratung des Gastes zuständig ist – besser nicht mit Semmelier verwechseln, das ist in Österreich der Brotkellner.

T wie Tip: Trinkgeld, kommt nicht von „to tipple“ (unbotmäßig bechern) – in manchen Ländern wie den USA geht ohne Tip nichts, in anderen wie Neuseeland oder Japan ist Trinkgeld verpönt.

U wie Upgrading: Umbuchung in eine höhere Hotelkategorie (siehe J) ohne Aufpreis – auch Linienfluggesellschaften oder Mietwagenanbieter bedienen sich dieser Kundenbindungsmaßnahme.

V wie Valet Parking: Gute Hotels, mitunter aber auch Restaurants und Flughäfen, stellen Personal ab, um das Auto wegzufahren – und es später auch wieder zu holen.

Valet Parking

(c) Swoodchatla

W wie Walk-in: Gäste, die ohne Reservierung ein Zimmer nachfragen und später die Rack rate (siehe R) auf der Rechnung finden – Walk-outs hingegen sind Kunden, die gehen, ohne zu bezahlen.

X wie XL Seats: Flugzeugsitze in der Exit-Reihe mit kleinem Aufpreis – aber mehr Sitzabstand und Beinfreiheit.

Y wie Yield Management: Sind Airlines im Ertragsmanagement gut, punkten sie beim Kunden mit günstigen Preisen.

Z wie Zimmertypen: Es gibt Einzelzimmer, Doppelzimmer, Zweibettzimmer, Mehrbettzimmer und Suiten – von der kleinen Juniorsuite (siehe J) bis zur Präsidentensuite für zehntausende von Euro pro Nacht.

Suite own pool

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